Freitag, 2. Mai 2008

Der Neid

Mittwoch, 30. April, München

Der DJ beneidet die Kellner, denn sie bekommen Trinkgeld und das nicht zu knapp. Er erhält nichts, außer neidische Blicke derer, die ihn um seinen Platz hinter dem Mischpult beneiden. Dabei ist er es doch, der die "crowd" bewegt, sie zum Tanzen bringt und in höchste Ekstase versetzt. Hinter seiner Sound-Machine nimmt er eine olympische Position ein, hat den totalen Überblick und sieht alles. Die jungen Mädchen, wie sie tanzen und abrocken genauso, wie die jungen Männer, die den jungen Mädchen teilweise schüchterne und verstohlene Blicke zuwerfen. Er hat die Macht über ihre Bewegungen, entscheidet, welche Musik ihnen gefallen zu hat und welche nicht. Er selektiert, sie konsumieren. Es ist der Neid, der zwischen Kellnern und DJ herrscht, denn auch die Kellner sind neidisch. Der DJ bewegt die Masse, kann dabei still stehen und seine Dominanz genießen. Sie müssen schleppen...Bier, Wodka-Bull, Rotwein etc. Nur das Trinkgeld stimmt sie am Ende der Nacht versöhnlich. Dem Ende einer Nacht, in der Kellner und DJ um ihr Publikum buhlen. Und auch wenn der DJ früh morgens mit leeren Taschen, aber einem vollen Plattenkoffer nach Hause kommt, ist er der Gewinner der Nacht, hat er doch Großes geleistet. Er hat die Menschen für wenige Stunden aus ihrem Alltagstrott geholt, sie in eine andere Welt katapultiert und ihnen die Zukunft genommen...für wenige Stunden. Alles war Gegenwart. Glücklich und zufrieden legt sich der Herr der Platten dann in sein Bett und schläft bis zum frühen Nachmittag. Er darf das. Schon bald wird er erneut in die Nacht eintauchen und in seiner Musik versinken.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Words on the page

Dienstag, 29. April, München

Trotz der Beobachtung der letzten Tage merke ich, wie sich die Welt um mich herum verändert. Alles blüht, grünt und an jeder Ecke sprießen die Blumen aus der Erde. Auf dem Weg zur Universitär hellt sich meine Stimmung deutlich auf. Ich gehe wieder einmal die Leopoldstraße entlang…ganz gemütlich und ruhig, ohne Hast. Es ist so schön, einfach nur durch die Stadt zu schlendern. Meine Kontaktfreudigkeit hat seit Budapest noch deutlich zugenommen. Es ist nicht so, dass ich nicht alleine sein kann, denn das kann manchmal auch sehr angenehm sein, aber ich habe halt gerne Leute um mich.
Am Nachmittag kaufe ich eine Flasche Wein, denn am Abend ist die Geburtstagsfeier. So viele ihrer Freunde haben schon abgesagt, da ist es Pflicht für mich zu kommen. Ich hab auch richtig Lust drauf und freu mich wahnsinnig. Mit einer Flasche Rotwein unterm Arm trete ich als den Heimweg an, in Gedanken schon auf der Feier. Zudem kommen wir ein paar Ideen für Texte, die ich gerne schreiben würde. Ich bin schon wieder auf ein paar Wettbewerbe gestoßen, bei denen man etwas Ruhm und Ehre einheimsen kann. Preisgelder gibt’s meistens keine. Die Lust am Schreiben ist es einfach, die mich anspornt. Schreiben ist die Fähigkeit, das Leben in Geschichten wahrzunehmen. Leider habe ich vergessen, wer das gesagt hat, oder wo ich es gelesen habe.

Dienstag, 29. April 2008

Mango-Mann

Montag, 28. April, München

Ich hatte früh gemerkt, dass dieser Tag ein seltsamer werden würde. Ich gehe durch die Straßen und irgendwie ist die Grundstimmung eine andere. Die Leute, sonst locker und völlig entspannt, wirken heute relativ nervös und aufgeregt. Sie hasten durch die Straßen und Gassen, alle mit einem Ziel vor Augen, das nur sie zu kennen scheinen. Auch der Tag an der Uni verläuft auffallend steril und monoton. Ich treffe niemanden, habe also keinerlei Abwechslung. Das ermüdet nun wiederum mich, aber die Zeit vergeht relativ schnell…und bereitet mich auf eine Szene vor, wie ich sie noch nie erlebt habe.
Am Bahnhof komme ich an einem Obststand vorbei, verharre kurz und lese eines der mit Kreide beschriebenen Schilder „Frische, faserfreie, fruchtige Flugmangos“…Spiel der Alliterationen. Plötzlich geht alles ganz schnell; ein älterer Herr greift sich eine Mango und wirft sie vor den Augen des erstaunten Verkäufers quer über die Straße. „Die fliegt ja gar nicht!“, grummelt er dem verdutzten Standbesitzer entgegen und geht achtlos weiter. Ehe der Verkäufer etwas erwidern kann, ist der Mann im Gewühl der Menschen verschwunden. Einige Passanten grinsen und gehen wortlos vorüber. Auch ich muss schmunzelt. Am Abend, ich sitze wieder einmal auf dem Fahrrad, im strömenden Regen, bis plötzlich…
Ein komischer Tag, wie ich vermutet hatte. Patschnass komme ich zu Hause an.
Eine warme Dusche katapultiert mich zurück in die Gegenwart.

Äußere Umstände

Sonntag, 27. April, München

Wieder herrliches Wetter. Ich sitze im Englischen Garten auf einer der Grünflächen und genieße die Sonne. Es ist herrlich warm. Meine Jacke trennt meinen Hintern vom weichen Grün des Rasens. Ich fühle mich separiert und es scheint, als hätte ich eine unsichtbare Mauer um mich herum gezogen. Die Außenwelt prallt wie eine ferne Realität an mir ab. Ich bin gefangen auf zwei Quadratmetern Grünfläche, mitten in einer anonymen Großstadt.
Tage wie diese machen das Leben erst richtig lebenswert…schönes Wetter und ein gutes Buch.
Plötzlich durchdringt ein Hund meine unsichtbare Barriere. Irgendwie hat meine Anziehung für die putzigen Vierbeiner in letzter Zeit erheblich zugenommen. Das Tier schnüffelt neugierig an meiner Hand und an meiner Tasche.
Eine Stimme durchbricht jäh die Vertrautheit von Mensch und Tier. „Herr Nietzsche“, schallt es durch den mucksmäuschenstillen Montagnachmittag. Ich drehe mich kurz um, um die Stimme zu lokalisieren, aber als ich mich wieder zurückdrehe, sind Hund und Frauchen verschwunden.
Ich wundere mich noch kurz über die seltsame Begegnung, ehe ich aufstehe und zurück in Richtung Uni gehe. Es ist gar nicht so leicht, sich bei diesem Wetter zu überwinden und seine Seminare zu besuchen. Aber es muss halt sein…da führt kein Weg dran vorbei. Ende Juli beginnen die Semesterferien. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor mir.

Montag, 28. April 2008

Stadtfieber

Samstag, 26. April, München

Der Sommer ist nahe…zumindest ist schon Frühling. Mein kleines Fitnessprogramm beginnt. Ich nehme mir vor, weniger zu Essen und mich noch mehr zu bewegen, obwohl ich in den letzten Tagen eh sehr viel unterwegs bin.
Die Sonne scheint und ich sitze auf dem Fahrrad und strample in den erwachenden Tag. Es ist relativ früh, zumindest für ein Wochenende. Wieder einmal denke ich nach…über Budapest. Mir kommt es weiterhin so vor, als ob ich irgendetwas in dieser Stadt zurückgelassen hätte…nicht greifbar, nicht materiell, aber irgendwie trotzdem vorhanden. Die wenigen Tage, die ich dort war, waren einfach zu schön gewesen. Ein lockeres, unkonventionelles Leben. „Carpe diem“ – In den Tag leben…ohne Schranken. Ich weiß, dass ich sicher irgendwann einmal zurückkommen werde. Aber wann? Ich kann auch nicht genau sagen, was mich so an diese Stadt bindet…vielleicht ginge es mir mit jeder anderen Stadt genauso und es war nur die Tatsache, dass ich mal wieder raus war aus meiner eigenen Umgebung. VERÄNDERUNG. Im Moment jedenfalls wäre ich sehr oft lieber dort, als hier.

Sonntag, 27. April 2008

Cave Canem

Freitag, 25. April, München

Ich begegne einem Hund. Genau genommen bin nicht ich ihm begegnet, sondern er mir. Ich bin äußerst froh über die Abwechslung, die mich aus meinem Alltagstrott herauslöst und mich die Frauen für ein paar Minuten vergessen lässt. Das Hündchen hört auf den Namen „Barbie“, wie ich später noch herausfinden sollte.
Ich schlendere in Gedanken versunken durch den Park, als Barbie fordernd zwischen meinen Beinen auf und ab hüpft. Ich habe sie nicht kommen sehen; seinen Besitzer kann ich auch nirgends erkennen. Unglücklicherweise habe ich keine Leckereinen für das Tier dabei. Es kläfft und bearbeitet ununterbrochen mein linkes Hosenbein. Plötzlich taucht die Besitzerin irgendwo zwischen den Sträuchern auf und mahnt das Tier zur Ordnung. „Barbie, Barbie…komm her!“
Das junge Mädchen, die sich als Hundehalterin zu erkennen gibt, lächelt mich süß an, „Barbie“ läuft auf sie zu und beide gehen auf dem sandigen Parkweg weiter in Richtung der dichter stehenden Bäume. Irgendwie scheine ich in letzter Zeit immer nur Frauen zu begegnen, egal wohin ich auch komme.
„Barbie“ ist kein Name für einen Hund, sondern eine Beleidigung. Mein Hund würde anders heißen…“Pluto“ oder „Hasso“, obwohl das eigentlich auch keine richtigen Namen für Hunde sind. Das Mädchen wirkte nett…der Hund auch. Ein hübsches Paar, aber wahrscheinlich hat die Besitzerin auch einen komischen Eigennamen. Zumindest nehme ich das an. In letzter Zeit neige ich wirklich zu Vorurteilen…das sollte sich schleunigst ändern. Ach, obwohl…irgendein kleines Laster hat doch jeder von uns; genau genommen ist das auch gar kein Laster, nicht einmal ein kleines. „Barbie“ vor Augen und das Mädchen im Sinn gehe auch ich weiter.

Freitag, 25. April 2008

Wieder alles auf Anfang?

Donnerstag, 24. April, München

Die Situation in den Tagen nach der Party ist wie schon davor; fast nichts hat sich verändert. Ich merke, wie abhängig bestimmte soziale Konstellationen von einem Abend ein können. Heute, im Hellen, wirkt das, was sich im Dunkel Tage zuvor abgespielt hat ganz anders. Der Umgang ist ein anderer. Ich sehe sie wieder…das erste Mal seit Samstag. Gestern war sie krank, heute geht es ihr besser…ab und an müsse sie auch mal zur Uni, meint sie. Und damit hat sie Recht. Sie wirkt verkrampft, nicht locker, sondern geradezu angespannt. Die ersten Sekunden, in denen wir uns unterhalten sind seltsam fremd. Wir fangen scheinen wieder bei null anzufangen Sie ist dummerweise auch nicht alleine und ich bin viel später dran, als ich vorgehabt hatte. Ihre Sprache dringt wie aus einer anderen Welt zu mir. Das Vertrauen vom letzten Samstag scheint weg zu sein. Unser Gespräch läuft schleppend an, sie muss gleich weiter…hat auch noch irgendwie zwei Typen getroffen. Ich habe es längst aufgegeben mir darüber Gedanken zu machen. Ihre Beziehung hat den Südafrikatrip sowieso nicht überlebt. Ich hoffe, dass unsere Freundschaft länger hält, als ihre Beziehungen. Kurz, aber knackig nehme ich einmal an, auch wenn ich darüber natürlich nichts Genaues weiß. Mir wird erst heute bewusst, wie groß die Unterschiede zwischen einem Gespräch in der Nacht, im Halbdunkeln auf einer Party im Gegensatz zu der taghellen Realität an der Uni sein können. Wir brauchen beide Zeit…ich muss ihr diese Zeit geben, damit wir endgültig ein völlig vertrauensvolles Verhältnis aufbauen können. Im Verlauf unserer heutigen Begegnung wurde es besser, auch wenn diese nur kurz war; zu kurz. Wann wir uns wieder sehen? Keine Ahnung! Ich hätte heute gerne mehr Zeit mit ihr verbracht. Nach der Umarmung im U-Bahnschacht fahre ich mit gemischten Gefühlen nach Hause. Alles fühlt sich plötzlich total seltsam an.

An die Wissenschaft

Mittwoch, 23. April, München

In der Stadt ist viel los. Ich gehe durch die Masse der Menschen, suche mir eine Bank und ruhe mich für einige Minuten aus. Es ist ein schöner Tag, denn nur wenige Wolken zieren den klaren Himmel. Ich krame mein Buch aus dem Rucksack hervor und versinke in der Lektüre. Ich wandle auf den Spuren Humboldts und Gauß und kann für kurze Zeit in ihre Welt eintauchen…das neunzehnte Jahrhundert. Entdeckungen, große Erfindungen und eine Reise zu den entlegen Orten unserer Welt. Ein Jahrhundert der Wissenschaft.
Dann wird es Zeit, denn ich muss los, klappe mein Buch zu und stehe langsam auf. Die Realität holt mich zurück ins Hier und Jetzt. Wie sähe die Welt heute aus, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, die unter Einsatz ihres Lebens versuchten ihre Umgebung zu erforschen. Manche Erfindungen und Entdeckungen wären möglicherweise einige Jahre später gemacht worden, aber frühe Inventionen schufen allzu oft Bedingungen für andere, spätere Errungenschaften. So entsteht eine Kette, die mit den Jahren immer länger und länger wird. So werden auch die zeitlichen Intervalle immer länger und länger, sodass wir sicher auch heute die Dampfmaschine vorfinden würden, aber nicht schon seit dreihundert Jahren, sondern womöglich erst seit fünf Jahren.
Darum kann den Pionieren der Wissenschaften nicht oft genug gedankt und gehuldigt werden.
Daran zu denken ermüdet mich und ich bleibe doch noch etwas auf meiner Bank sitzen, schließe kurz die Augen und lasse mich vom Hauch der Geschichte umfangen.

Donnerstag, 24. April 2008

Sail away

Dienstag, 22. April, München

Ich stehe an der Bar und möchte ein Bier bestellen. Der Club ist nur spärlich möbliert, in der Mitte des Fußbodens stehen ein paar Barhocker. Aus den Lautsprechern dudelt leise Musik. Später wird sie beträchtlich lauter werden. Ich lehne an der Bar und unterhalte mich mit der Frau hinter der Theke.
„Ich bekomme ein Bier bitte!“
„Wir haben Becks oder Tegernseer Hell!“
„Ich nehme das Tegernseer, denn ich möchte ja Bier!“
Statt der blauen Augen des Mädchens, blicken mir zwei Fragezeichen entgegen. Sie findet mich wahrscheinlich seltsam, lässt sich aber sonst kaum etwas anmerken, als sie mir das gewünschte Bier reicht. Ich bin der Meinung, dass „Becks“ kein Bier ist. Ich mag es einfach nicht…es schmeckt mir nicht. „Becks“ ist Pils. Daran könnte es liegen. „Becks Gold“ ist noch erträglich, allerdings auch nur dann, wenn es absolut gar nichts anderes gibt. Aber auch wirklich nur dann.
Das Schiff hat Kistenweise Bier geladen. Gutaussehende junge Menschen tanzen an Deck und halten grüne „Becks“ Flaschen in den Händen. Unkompliziertes Lebensgefühl einer ganzen Generation. Doch das Segelschiff ist längst gesunken. Diese Werbung ist seltener geworden…das Bier verkauft sich scheinbar fast von alleine…überall wird es angeboten. Doch sollte das Schiff mit den feiernden jungen Leuten und den dunkelgrünen Pfandflaschen an Bord jemals wieder ablegen, dann kann es meinetwegen gerne irgendwohin fahren. Die Kisten „Becks“ kann es, wenn es nach mir ginge, herzlichgerne mitnehmen.

Mittwoch, 23. April 2008

Der eine Ort

Montag, 21. April, München

Stell dir vor, dass es einen Ort gibt, an dem all deine Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Stell dir weiter vor, dass du auf die Straße hinausgehst, die Menschen und die Umgebung beobachtest und lächelst.
Du stellst dich abends, wenn die Welt um dich herum dunkel ist und nur wenige Straßenlaternen ein bisschen Helligkeit spenden, mitten auf die Straße. Irgendwie weißt du, dass kein Auto kommen wird. Wenn der Wind durch dein Gesicht fährt und die kühlende Frische der Dunkelheit deine Wangen berührt, beginnst du leise zu weinen. In diesem Moment bist du dir bewusst, dass es nur wenig Schöneres auf dieser Welt geben kann.
Dann beginnst du nachzudenken; über dein Leben, deine Freunde, die Menschen, die dir etwas bedeuten und über die Welt. Es gibt viel, woran es sich zu denken lohnt, so dass dieser Moment unendlich lange scheint. Du vergisst langsam die Zeit, den Ort und die Umgebung um dich herum. Alles wird eins, denn dein „Ich“ verschmilzt mit dem großen Unsichtbaren, das dich umgibt. Nun kannst du spezieller, feiner und differenzierter wahrnehmen, denn das was dir früher wesentlich erschien, verliert an Bedeutung. Der Moment wird zur Ewigkeit, in der sich alles was du dir wünscht und träumst erfüllen kann…jedoch nur in diesem einen Moment, der dir zur Ewigkeit wird.
Doch leider erwachst du viel zu schnell aus dem Moment und erfährst, dass es darin doch keine Ewigkeit gibt. Die Realität holt dich ein, denn die ersten Autos beginnen zu hupen, als du in der Morgendämmerung mitten auf der Straße stehst. Du lässt den Moment zurück, nimmst all deine Träume und Wünsche und gehst langsam nach Hause. Unter Tränen betrittst du deine Wohnung und merkst später nicht einmal richtig, dass du geweint hast.

Schauerhaft

Sonntag, 20. April, München

Nachts setzt heftiger Regen ein. Er peitscht, vom Wind angetrieben, gegen meine Jalousie, so dass ich erwache. Glücklicherweise liege ich nicht lange wach, sondern kann zügig wieder einschlafen. Als die Sonne aufgeht und der Tag anfängt, sieht man keine Spuren des großen Regenschauers.
Ich öffne das Fenster und atme bedächtig in den erwachenden Tag. Die Vögel in den Bäumen zwitschern, die Luft ist herrlich klar, gereinigt und nur ganz in der Ferne vernehme ich Autolärm. Es wird ein guter Tag werden.
Kaum zu glauben, dass es in der Nacht noch wie aus Kübeln geschüttet hatte, so friedlich und ruhig ist jetzt alles. Als ich mittags zur Universität fahre, muss ich dort beinahe schwitzen, so warm war es geworden. Erst am späten Nachmittag begann es wieder leicht zu regnen. Ich bestaune diesen durchdachten Wetterzyklus…Regen…Wärme…Regen. Es scheint mir unglaublich. Aprilwetter ist eben einfach das Interessanteste während des ganzen Jahres. Da kann alles passieren. Ich rechne ernsthaft sogar noch mit Schnee, auch wenn dieser wohl kaum liegen bleiben wird.
Spät abends, es ist schon dunkel, öffne ich dann mein Fenster erneut und starre in die pechschwarze Nacht. Es hatte wieder aufgehört zu regnen, war etwas wärmer geworden und trotzdem ganz still und leise. Bei gekipptem Fenster schlafe ich schließlich ein und erwache, durch melodischen Vogelgesang erst wieder am nächsten Tag.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

alles gute für dich im...
alles gute für dich im neuen jahr ! ...und danke fürs...
fata morgana - 5. Jan, 10:11
Epilog/Das Jahr beginnt...
Donnerstag, 01. Januar, München Der Neujahrsmorgen...
bflo - 3. Jan, 17:26
Ein Herz am Himmel
Mittwoch, 31. Dezember, München In der letzten Nacht...
bflo - 2. Jan, 16:09
Waffenbrüder
Dienstag, 30. Dezember, München Ein Zimmer im Halbdunkel....
bflo - 1. Jan, 19:51
Glücksbote
Montag, 29. Dezember, München Er nimmt seine dicke...
bflo - 1. Jan, 16:31

Links

Suche

Status

Online seit 6742 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 5. Jan, 10:11

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren