Der Neid
Mittwoch, 30. April, München
Der DJ beneidet die Kellner, denn sie bekommen Trinkgeld und das nicht zu knapp. Er erhält nichts, außer neidische Blicke derer, die ihn um seinen Platz hinter dem Mischpult beneiden. Dabei ist er es doch, der die "crowd" bewegt, sie zum Tanzen bringt und in höchste Ekstase versetzt. Hinter seiner Sound-Machine nimmt er eine olympische Position ein, hat den totalen Überblick und sieht alles. Die jungen Mädchen, wie sie tanzen und abrocken genauso, wie die jungen Männer, die den jungen Mädchen teilweise schüchterne und verstohlene Blicke zuwerfen. Er hat die Macht über ihre Bewegungen, entscheidet, welche Musik ihnen gefallen zu hat und welche nicht. Er selektiert, sie konsumieren. Es ist der Neid, der zwischen Kellnern und DJ herrscht, denn auch die Kellner sind neidisch. Der DJ bewegt die Masse, kann dabei still stehen und seine Dominanz genießen. Sie müssen schleppen...Bier, Wodka-Bull, Rotwein etc. Nur das Trinkgeld stimmt sie am Ende der Nacht versöhnlich. Dem Ende einer Nacht, in der Kellner und DJ um ihr Publikum buhlen. Und auch wenn der DJ früh morgens mit leeren Taschen, aber einem vollen Plattenkoffer nach Hause kommt, ist er der Gewinner der Nacht, hat er doch Großes geleistet. Er hat die Menschen für wenige Stunden aus ihrem Alltagstrott geholt, sie in eine andere Welt katapultiert und ihnen die Zukunft genommen...für wenige Stunden. Alles war Gegenwart. Glücklich und zufrieden legt sich der Herr der Platten dann in sein Bett und schläft bis zum frühen Nachmittag. Er darf das. Schon bald wird er erneut in die Nacht eintauchen und in seiner Musik versinken.
Der DJ beneidet die Kellner, denn sie bekommen Trinkgeld und das nicht zu knapp. Er erhält nichts, außer neidische Blicke derer, die ihn um seinen Platz hinter dem Mischpult beneiden. Dabei ist er es doch, der die "crowd" bewegt, sie zum Tanzen bringt und in höchste Ekstase versetzt. Hinter seiner Sound-Machine nimmt er eine olympische Position ein, hat den totalen Überblick und sieht alles. Die jungen Mädchen, wie sie tanzen und abrocken genauso, wie die jungen Männer, die den jungen Mädchen teilweise schüchterne und verstohlene Blicke zuwerfen. Er hat die Macht über ihre Bewegungen, entscheidet, welche Musik ihnen gefallen zu hat und welche nicht. Er selektiert, sie konsumieren. Es ist der Neid, der zwischen Kellnern und DJ herrscht, denn auch die Kellner sind neidisch. Der DJ bewegt die Masse, kann dabei still stehen und seine Dominanz genießen. Sie müssen schleppen...Bier, Wodka-Bull, Rotwein etc. Nur das Trinkgeld stimmt sie am Ende der Nacht versöhnlich. Dem Ende einer Nacht, in der Kellner und DJ um ihr Publikum buhlen. Und auch wenn der DJ früh morgens mit leeren Taschen, aber einem vollen Plattenkoffer nach Hause kommt, ist er der Gewinner der Nacht, hat er doch Großes geleistet. Er hat die Menschen für wenige Stunden aus ihrem Alltagstrott geholt, sie in eine andere Welt katapultiert und ihnen die Zukunft genommen...für wenige Stunden. Alles war Gegenwart. Glücklich und zufrieden legt sich der Herr der Platten dann in sein Bett und schläft bis zum frühen Nachmittag. Er darf das. Schon bald wird er erneut in die Nacht eintauchen und in seiner Musik versinken.
bflo - 2. Mai, 18:31
