I am legend
Samstag, 01. November, München
Dead man walking. Vom Himmel staubt noch ein wenig Asche, legt sich auf mein Haar und scheint damit zu verschmelzen. In der Nacht brannte der Himmel. Ich gehe über zerklüftete Straßen, mit Schlaglöchern die kleinen Kratern gleichen. Man könnte meinen hier haben sich hungrige Meteoriten ins Erdreich gefressen. Die Häuser gleichen leeren Hüllen, meist stehen nur noch vereinzelte Mauern am Straßenrand. In der Ferne lodert Feuer auf. Brennende Autowracks erhellen den Morgen und es riecht intensiv nach verbranntem Gummi. Zwischen Müllbergen und Schutthaufen schnüffelt ein verwahrloser Hund neugierig herum. Ich gehe auf in zu und rede beruhigend auf ihn ein. Er scheint mich zu mögen, bellt einmal kurz, wedelt mit dem Schwanz und versucht meinen Schuh abzulecken. Irgendwo beginnt eine Sirene zu heulen. Der Hund und ich gehen weiter. Aus einigen der Löcher im Boden steigt leichter Rauch auf. Es riecht auch weiterhin unangenehm und irgendwie komisch. Jetzt erst sticht mir das rote Halsband des Hundes ins Auge, vielleicht auch, weil die Welt um mich herum jede Farbe verloren hat. Da wo vorher blauer Himmel war, sind die Wolken jetzt schwarz angestrichen. Der Äther glänzt dunkelgrau und rings um mich herum sind alle Grünflächen verschwunden. Die Wiesen scheinen aufgefressen und durch dunkelbraune Äcker ersetzt. Ohne Leben, ohne Zukunft. Kann man ohne Sonne überleben? Die Welt wirkt ausgestorben, der Hund und ich scheinen die letzten Überlebenden einer großen Zivilisation zu sein. Plötzlich bricht ein Sonnenstrahl durch die Düsternis, scheint genau auf mich, erhellt meine Person und zeichnet meinen Schatten und den des Hundes auf den löchrigen Asphalt. Hinter mir brennt die Erde. Gedankenverloren gehe ich über die Trümmer meiner Welt, über die Ruinen der Zivilisation. Jemand, der die Szenerie aus einiger Entfernung beobachtet sieht nichts weiter als einen großen und einen kleinen Schatten in Eintracht nebeneinander gehen. Dabei kann er sich nicht sicher sein, ob es die Umrisse zweier Lebewesen sind, die da über die brennende Welt laufen. Der Sonne entgegen, die längst nicht mehr da ist.
Der Morgen ist noch jung und die Erinnerung an das eben geträumte noch ganz frisch. Draußen ist die Welt schön, der Himmel blau und die Wolken glänzen in herrlichem Weiß. Ich nehme eine bunte Schachtel von meinem Regal und öffne sie. Lange habe ich sie nicht mehr in der Hand gehabt. Ich greife wahllos nach vier Murmeln und verberge sie in meiner Hand. Ich halte sie ins Licht und die Morgensonne bricht sich in vielen Farben darin. Die Schachtel stelle ich zurück ins Regal…völlig in Gedanken.
Dead man walking. Vom Himmel staubt noch ein wenig Asche, legt sich auf mein Haar und scheint damit zu verschmelzen. In der Nacht brannte der Himmel. Ich gehe über zerklüftete Straßen, mit Schlaglöchern die kleinen Kratern gleichen. Man könnte meinen hier haben sich hungrige Meteoriten ins Erdreich gefressen. Die Häuser gleichen leeren Hüllen, meist stehen nur noch vereinzelte Mauern am Straßenrand. In der Ferne lodert Feuer auf. Brennende Autowracks erhellen den Morgen und es riecht intensiv nach verbranntem Gummi. Zwischen Müllbergen und Schutthaufen schnüffelt ein verwahrloser Hund neugierig herum. Ich gehe auf in zu und rede beruhigend auf ihn ein. Er scheint mich zu mögen, bellt einmal kurz, wedelt mit dem Schwanz und versucht meinen Schuh abzulecken. Irgendwo beginnt eine Sirene zu heulen. Der Hund und ich gehen weiter. Aus einigen der Löcher im Boden steigt leichter Rauch auf. Es riecht auch weiterhin unangenehm und irgendwie komisch. Jetzt erst sticht mir das rote Halsband des Hundes ins Auge, vielleicht auch, weil die Welt um mich herum jede Farbe verloren hat. Da wo vorher blauer Himmel war, sind die Wolken jetzt schwarz angestrichen. Der Äther glänzt dunkelgrau und rings um mich herum sind alle Grünflächen verschwunden. Die Wiesen scheinen aufgefressen und durch dunkelbraune Äcker ersetzt. Ohne Leben, ohne Zukunft. Kann man ohne Sonne überleben? Die Welt wirkt ausgestorben, der Hund und ich scheinen die letzten Überlebenden einer großen Zivilisation zu sein. Plötzlich bricht ein Sonnenstrahl durch die Düsternis, scheint genau auf mich, erhellt meine Person und zeichnet meinen Schatten und den des Hundes auf den löchrigen Asphalt. Hinter mir brennt die Erde. Gedankenverloren gehe ich über die Trümmer meiner Welt, über die Ruinen der Zivilisation. Jemand, der die Szenerie aus einiger Entfernung beobachtet sieht nichts weiter als einen großen und einen kleinen Schatten in Eintracht nebeneinander gehen. Dabei kann er sich nicht sicher sein, ob es die Umrisse zweier Lebewesen sind, die da über die brennende Welt laufen. Der Sonne entgegen, die längst nicht mehr da ist.
Der Morgen ist noch jung und die Erinnerung an das eben geträumte noch ganz frisch. Draußen ist die Welt schön, der Himmel blau und die Wolken glänzen in herrlichem Weiß. Ich nehme eine bunte Schachtel von meinem Regal und öffne sie. Lange habe ich sie nicht mehr in der Hand gehabt. Ich greife wahllos nach vier Murmeln und verberge sie in meiner Hand. Ich halte sie ins Licht und die Morgensonne bricht sich in vielen Farben darin. Die Schachtel stelle ich zurück ins Regal…völlig in Gedanken.
bflo - 1. Nov, 17:39
