Donnerstag, 10. April 2008

Zeit/tieZ

Dienstag, 08. April, Budapest

Die Zeit vergeht wie im Flug...ich bin der Meinung, erst gestern hier angekommen zu sein. das ist ein Irrtum. Alleine laufe ich die lange Straße entlang, auf den Platz zu, auf dem Helden gemacht wurden. Der Regen wird stärker und ich beschleunige meinen Schritt. Ich habe Zeit...ich nehme mir Zeit, denke nach...Vorwärtsbewegung.
Am Straßenrand haben sie eine überdimensionale Sanduhr errichtet, mit einem runden Gehäuse. Permanent rieselt eine winzige Menge an Sandkörnchen von oben nach unten. Tempus fugit. Die Zeit verfliegt...immer und überall...auch hier in Budapest. Gespiegelte Welt.

Mittwoch, 9. April 2008

Mitschwimmer

Montag, 07. April, Budapest

Buda und Pest waren früher getrennt...zwei autarke Einheiten. Dinge müssen sich zusammenfügen. Verschmelzen der Elemente...magische Zusammenfügung.
Der kurze Tapetenwechsel tut wahnsinnig gut. Der Himmel zieht zwar zu, es beginnt zu regnen, hört wieder auf und die Sonne scheint. Aprilwetter. Der Asphalt schimmert schwarz und in den Pfützen im Rinnstein spiegeln sich Reste des matten Lichtes. Durch die Wolken scheint schon wieder die Sonne. Wir streben nach Vereinigung...Addition des Individuums.
Durch die Gassen drängen sich die Menschen. Dicht an dicht...beständiges Geschiebe.
Langsam aber beständig trete ich auf die Straße und reihe mich ein in den mächtigen Strom der Menschen

Montag, 7. April 2008

Venus

Sonntag, 06. April, Budapest

Fast alles ist prima. Wir laufen durch die Straßen, der Boden unter uns vibriert. Alles andere wird unwichtig. Die Nacht gehört uns, wir sind jung gut drauf und gehörten hier hin. Zwei Bier, dann in den Club. Die Disco brennt...der Tanzboden glüht. Nach sechs Stunden ist die Nacht vorbei. Wir tauchen wieder ein in die Wirklichkeit. Draußen wird es schon hell...die Sonne schiebt sich zwischen den Wolken durch und bricht in den jungen Morgen. Feuerball, Magma cum laude. Ich danke dem Morgen...immer und immer wieder.
Du Venus, du Morgenstern...am Himmel.

Sonntag, 6. April 2008

Geradeaus/Es geht voran

Samstag, 05. April, Budapest

Die Vergangenheit hinter sich zu lassen, Zukunft wagen. Diese Stadt verkörperte Beides. Es gefällt mir. Don`t look back in anger...ein Motto? Mein Motto! Was bringt die Zeit, die vor uns liegt? Der Schlüssel dafür liegt bereits im Hier und Jetzt. Schau nicht zurück, vorwärts, vorwärts. Mit dem Schlüssel in der Hand, musst du nur noch das Schloss finden, es öffnen und den ersten Schritt machen. Du wirst sehen, dass es sich lohnt...ganz bestimmt.

Freitag, 4. April 2008

24 Stunden später

Freitag, 04. April, Budapest

Die Nacht war lang, der Morgen ist noch jung. Wir stehen spät auf...mittags um zwölf. Die Stadt wird weiterhin mir gehören. Ein Becher Kaffee und eine kalte Dusche wecken meine Lebensgeister. Die Kleidung riecht schrcklich nach Rauch...Erinnerungen an Deutschland vor dem Rauchverbot. Es ist ok...der Spanier zieht aus...aber nur übers Wochenende. Der Koffer, den er mitnimmt bietet Platz für einen den Hausstand einer Großfamilie...See you on Monday. Die Welt öffnet sich mir...ich bin in ihr, drehe mich in ihr...ich fühle mich frei, ungebunden und entspannt. Die Reise beginnt mich zu verändern. Stück für Stück. Das ist gut so. Nächsten Donnerstag werde ich ein anderer sein. Was wird die Nacht bringen? Party, Party, Party. The Hungarian way of life.

Angekommen

Donnerstag, 03. April, Budapest

Endlich in der Stadt. Die Räder des Zuges stehen still. Ich steige aus, atme die Luft...bin total entspannt. Die Stadt gehört mir. Im normalen Zugabteil zu schlafen ist schwierig, geht aber...irgendwie. Wir kommen in Jochens WG an. Das Haus ist baufällig, steht aber noch! Ein Wunder. Ansonsten wohnen dort ein Spanier, ein lustiger Kerl aus Singapur und eine Holländerin, die schon ewig nicht mehr gesehen wurde. Wir sprechen Englisch. Abends treffen wir uns mit Deutschen...the Hungarian way oof life gefällt mir gut...ich werde die Zeit genießen.

Mittwoch, 2. April 2008

On my way

Mittwoch, 02. April, München

Körperlich bin ich noch hier, aber geistig schon längst in Ungarn. Der Tag beginnt regnerisch. Sturzbäche ergießen sich über die Straßen und in den Rinnsteinen sammelt sich das Wasser. Nach zwanzig Minuten ist das Spektakel vorbei. In vier Stunden sitze ich im Zug…die Schienen unter mir, der Himmel über mir. Ich werde frei sein, kann für ein paar Tage loslassen und Neues erleben. Sophie hat sich immer noch nicht gemeldet. Tag neunzehn.
Wenn der morgige Tag langsam erwacht, werde ich im Zug sitzen…immer der Sonne entgegen. Sonnenaufgang im Großraumabteil. Ich werde es erleben.
Ich frag mich selbst, ob ich weiter bloggen kann und werde. Die Antwort muss ich teilweise schuldig bleiben. Mein Plan ist jeden Tag zu bloggen…das hab ich bis jetzt ja perfekt durchgezogen. Wer weiß, was morgen sein wird? Ich weiß es nicht…sporadisch werde ich sicher schreiben können. Irgendwohin müssen die neuen Eindrücke und Erlebnisse. Sonst explodiere ich. Nun bin ich schon fast weg…

Dienstag, 1. April 2008

Was da kommt

Dienstag, 01. April, München

Zwei Tage noch in München…dann endlich Urlaub. Ich bin unheimlich gespannt und freue mich auf sieben wunderbare Tage. Hier scheint kurzzeitig der Frühling ausgebrochen zu sein. Sonne und mildes Wetter locken auch mich nach draußen, um Wäre zu tanken.
Ich bin ehrlich froh, eine kleine Auszeit zu haben und den Alltag zu Hause hinter mir lassen zu können. Nach dem Katzenjammer folgt die Regeneration…so will es zumindest mein Zeitplan. Ich muss und werde über Vieles nachdenken und mir so meine Gedanken machen. Zudem will ich die Stadt kennen lernen, etwas Neues sehen und andere Menschen, eine andere Kultur erleben. Die Ungarn sind sicher freundlich. Bestimmt nicht alle, das ist klar, aber ich stelle mir Ungarn als ungeheuer nett vor.
Die Fahrt wird lange dauern…über Nacht…im Bummelzug, aber dafür bin ich schon am frühen Vormittag in der Stadt. Die Aussichten auf eine tolle Woche sind gut. Die Fahrkarte war sehr billig.
Wenn ich zurück komme wird mich der Alltag wieder einholen, aber ich hoffe, dass die Erinnerungen an meine Tage in der ungarischen Hauptstadt noch lange Zeit präsent sein werden.

Montag, 31. März 2008

Kafkas Chiffren

Montag, 31. März, München

Franz Kafka hat mich wieder einmal überrascht. Die Texte, die ich bearbeiten muss, habe ich mir heute kopiert. Mit dem Fahrrad durch die laute Stadt und zur Uni. Nach einer dreiviertel Stunde bin ich am Ziel. In der Bibliothek lese ich die ersten Zeilen.
Früher dachte ich immer, ich hätte Kafka verstanden, wenn ich den Text einmal gelesen habe. Heute weiß ich, dass das ein Irrtum war.
Kafka reiht Zeile an Zeile und die Geschichten erscheinen auf den ersten Blick leicht zu durchschauen, aber man darf nicht unterschätzen, was zwischen den Zeilen steht. Auf dem Papier nicht vorhanden, unsichtbar für den Leser hält etwas Magisches die Geschichten zusammen und verrätselt das Geschehene. Kafkas Erzählungen sind nicht leicht zu lesen. Selbst ich, der so gerne und so viel liest versteht Vieles erst bei mehrmaligem Lesen. Genau das lässt diese Geschichten überdauern, über Generationen hinweg. Ich hab mal gehört, dass Ausländer unter anderem mit Kafkas Geschichten Deutsch lernen. Kann ich verstehen.
Afrika ist weit weg, doch irgendwie ist sie schon wieder ganz nah…hier in München. In gut zwei Wochen feiert sie eine Party…in der Pampa. Zumindest weit weg von meiner Wohnung. Geburtstag und Back from Africa. Das macht nichts, denn ich werde trotzdem vorbei kommen. Egal, wo es ist.
„Dabei bist du eingeladen, auf das beste aller Feste auf er
Gästeliste eingetragen.“

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