Wollmütze
Montag, 17. November, München
Sie sieht einfach so gut aus. Ihre Schönheit ist mit nichts zu vergleichen. Wieder war sie in meiner S-Bahn, mit einer Freundin zusammen. Beide haben auf mich gewartet. Dann redet sie zunächst nur mit ihr, aber als beide sich trennen, unterhalten wir uns angeregt. Sie trägt eine hübsche Wollmütze, die sie, um sich vor der Kälte zu schützen, über ihren Kopf gezogen hat. Unbeschreiblich hübsch. Bestimmte Menschen können einfach alles tragen und sie sind immer noch bildschön. Leider sehen wir uns wieder nur kurz, aber ich habe den festen Entschluss gefasst, dies in Zukunft zu ändern. Aber wie?
Gestern war das Treffen aller Abiturjahrgänge meiner Schule. Leider draußen in den Pampa. Aus meinem Jahrgang waren mit mir nur sieben Leute da. Irgendwie symptomatisch für das alles, die Zeit und das, was passiert ist. Nach zwei Bier fahre ich wieder heim. Eigentlich ein Reinfall. In der S-Bahn kontrolliert die Bahnwache. Wichtigtuerisch, mit Handschellen und Schlagstöcken bewaffnet, schleicht sie den Gang entlang. Nein, ich fühle mich nicht sicherer, auch wenn die noch zehn Menschen da hinstellen, die “wachen” sollen. Ich fühle mich eher unsicherer, da ich diesen Sheriffs nicht über den Weg traue.
Ich bin immer noch etwas durch den Wind. Eine Freundin bringt mir Sushi mit in die Vorlesung. Sehr lecker, aber ich bin auch ziemlich ausgehungert. Das tut gut. Umständlich versuche ich die Röllchen mit den Stäbchen zu fassen, was auf dem kleinen Klapppult in meinem Vorlesungssaal gar nicht so einfach ist. Frustriert und hungrig packe ich das Sushi mit den Händen, tauche es in Sojasauce und esse es genüsslich. Das passt schon. Leider ist die Vorlesung ziemlich langweilig, aber das kann ich nicht ändern. Später in der S-Bahn schimpft eine Mutter fürchterlich mit ihrem kleinen Sohn. Scheinbar hat er gelogen. Die Frau, die mir gegenüber sitzt und ich hören unfreiwillig zu. Sie lächelt mich an, als ich aussteige. Später sitze ich auf dem Fahrrad und fahre durch die beginnende Nacht. Zwei Jungs haben sich als Polizisten verkleidet und versuchen Radfahrer aufzuhalten. Ich fahre an ihnen vorbei. Die Katze hat Hunger, bekommt etwas ehe ich wieder davon brause. Ich muss eine Lösung finden, ein hübsches Zuhause für diese hübsche Katze. Sie wird mir fehlen, ich mag sie. Große, treue Katzenaugen blicken mich neugierig an. Beinahe, wie zuvor die von ihr in der S-Bahn. Ihr Gesicht unter der Wollmütze.
Sie sieht einfach so gut aus. Ihre Schönheit ist mit nichts zu vergleichen. Wieder war sie in meiner S-Bahn, mit einer Freundin zusammen. Beide haben auf mich gewartet. Dann redet sie zunächst nur mit ihr, aber als beide sich trennen, unterhalten wir uns angeregt. Sie trägt eine hübsche Wollmütze, die sie, um sich vor der Kälte zu schützen, über ihren Kopf gezogen hat. Unbeschreiblich hübsch. Bestimmte Menschen können einfach alles tragen und sie sind immer noch bildschön. Leider sehen wir uns wieder nur kurz, aber ich habe den festen Entschluss gefasst, dies in Zukunft zu ändern. Aber wie?
Gestern war das Treffen aller Abiturjahrgänge meiner Schule. Leider draußen in den Pampa. Aus meinem Jahrgang waren mit mir nur sieben Leute da. Irgendwie symptomatisch für das alles, die Zeit und das, was passiert ist. Nach zwei Bier fahre ich wieder heim. Eigentlich ein Reinfall. In der S-Bahn kontrolliert die Bahnwache. Wichtigtuerisch, mit Handschellen und Schlagstöcken bewaffnet, schleicht sie den Gang entlang. Nein, ich fühle mich nicht sicherer, auch wenn die noch zehn Menschen da hinstellen, die “wachen” sollen. Ich fühle mich eher unsicherer, da ich diesen Sheriffs nicht über den Weg traue.
Ich bin immer noch etwas durch den Wind. Eine Freundin bringt mir Sushi mit in die Vorlesung. Sehr lecker, aber ich bin auch ziemlich ausgehungert. Das tut gut. Umständlich versuche ich die Röllchen mit den Stäbchen zu fassen, was auf dem kleinen Klapppult in meinem Vorlesungssaal gar nicht so einfach ist. Frustriert und hungrig packe ich das Sushi mit den Händen, tauche es in Sojasauce und esse es genüsslich. Das passt schon. Leider ist die Vorlesung ziemlich langweilig, aber das kann ich nicht ändern. Später in der S-Bahn schimpft eine Mutter fürchterlich mit ihrem kleinen Sohn. Scheinbar hat er gelogen. Die Frau, die mir gegenüber sitzt und ich hören unfreiwillig zu. Sie lächelt mich an, als ich aussteige. Später sitze ich auf dem Fahrrad und fahre durch die beginnende Nacht. Zwei Jungs haben sich als Polizisten verkleidet und versuchen Radfahrer aufzuhalten. Ich fahre an ihnen vorbei. Die Katze hat Hunger, bekommt etwas ehe ich wieder davon brause. Ich muss eine Lösung finden, ein hübsches Zuhause für diese hübsche Katze. Sie wird mir fehlen, ich mag sie. Große, treue Katzenaugen blicken mich neugierig an. Beinahe, wie zuvor die von ihr in der S-Bahn. Ihr Gesicht unter der Wollmütze.
bflo - 19. Nov, 19:16
