Ein Satz
Dienstag, 23. September, München
Ich hatte längst gewusst, dass es soweit kommen würde. Der Wink mit dem Zaunpfahl, ausgeführt mit dem Stamm eines Mammutbaumes und irgendwie voll auf die Zwölf. Ich erfahre es von ihr: Wir haben uns länger nicht gesprochen, leider auch diesmal nur online und äußerst kurz. Das Übliche: “Wie geht`s denn so?” - “Ja, ganz gut!” Üblicher Smalltalk von Endgerät zu Endgerät. Stummes Sprechen durch Glasfaserkabel und auf meinem PC sichtbar gemacht. Ich kann das nicht, zumindest nicht auf Dauer. Brauche den persönlichen Kontakt, das was uns Menschen seit jeher ausmacht. Kurzzeitig immer, aber nicht länger. Ein handgeschriebener Brief, voller Aufrichtigkeit, aber nicht weniger. Sie geht nicht auf meine Fragen ein, schickt frech grinsende Gesichter, freut sich und ich mich mit ihr. “Bin wieder in einer Beziehung!”, ihr letzter Satz...Ende der Kommunikation. So läuft das. Am Schluss noch ein Smiley. Akzeptanz. Ich fühle mich leer, einfach nur leer. Nicht verärgert, nicht traurig sondern wie eine ausgelaufene Thermoskanne. Die Chance bei ihr, auf die ich gehofft hatte, die ich mir gewünscht hatte, verspielt. Der Inhalt der Sanduhr scheint durchgelaufen und keiner da, der sie umdreht. Es war von Anfang an aussichtslos, aber ich hatte einfach gehofft. Alles weggebügelt, mit einem einzigen Satz. Ich freue mich ein bisschen für sie, bin aufrichtig und habe die Niederlage angenommen. Vielleicht war ich innerlich darauf vorbereitet gewesen, denn als sie im Sommer meinen Geburtstag vergessen hatte, ahnte ich bereits, dass ich verlieren sollte. Würde ich ihr etwas bedeuten, dann hätte sie daran gedacht. Ganz, ganz sicher. Und was nun? Ich hoffe, dass ich sie ab und an sehen werde, mit ihr reden kann. Reden ist das Wichtigste. Nicht so wie mit Kathrin, bloß nicht. In Kontakt bleiben, am Ball bleiben. Ich will sie immer noch und sie wechselt ihre Partner recht häufig. Zur inneren Leere gesellt sich doch noch Trauer. Aber erst später, nach dem alles gesackt ist. Ich schaffe es einfach nicht...hatte nichts, was mich für sie attraktiv gemacht hat. Nur fünf Minuten “FAME”. Ich werde daran arbeiten, mir etwas überlegen, aber erst noch reden, viel reden. Ob ich sie die nächsten Tage sehen werde? Ich wünsche es mir so sehr. Die Niederlage schmerzt, aber es wird noch schlimmer werden, ich weiß es. Das war bisher immer so. Wenn ich alles realisiert habe. Das alles nur wegen ihr, wegen ihr, die aus Südafrika kam, wegen ihr, in die ich mich verliebt habe.
Ich hatte längst gewusst, dass es soweit kommen würde. Der Wink mit dem Zaunpfahl, ausgeführt mit dem Stamm eines Mammutbaumes und irgendwie voll auf die Zwölf. Ich erfahre es von ihr: Wir haben uns länger nicht gesprochen, leider auch diesmal nur online und äußerst kurz. Das Übliche: “Wie geht`s denn so?” - “Ja, ganz gut!” Üblicher Smalltalk von Endgerät zu Endgerät. Stummes Sprechen durch Glasfaserkabel und auf meinem PC sichtbar gemacht. Ich kann das nicht, zumindest nicht auf Dauer. Brauche den persönlichen Kontakt, das was uns Menschen seit jeher ausmacht. Kurzzeitig immer, aber nicht länger. Ein handgeschriebener Brief, voller Aufrichtigkeit, aber nicht weniger. Sie geht nicht auf meine Fragen ein, schickt frech grinsende Gesichter, freut sich und ich mich mit ihr. “Bin wieder in einer Beziehung!”, ihr letzter Satz...Ende der Kommunikation. So läuft das. Am Schluss noch ein Smiley. Akzeptanz. Ich fühle mich leer, einfach nur leer. Nicht verärgert, nicht traurig sondern wie eine ausgelaufene Thermoskanne. Die Chance bei ihr, auf die ich gehofft hatte, die ich mir gewünscht hatte, verspielt. Der Inhalt der Sanduhr scheint durchgelaufen und keiner da, der sie umdreht. Es war von Anfang an aussichtslos, aber ich hatte einfach gehofft. Alles weggebügelt, mit einem einzigen Satz. Ich freue mich ein bisschen für sie, bin aufrichtig und habe die Niederlage angenommen. Vielleicht war ich innerlich darauf vorbereitet gewesen, denn als sie im Sommer meinen Geburtstag vergessen hatte, ahnte ich bereits, dass ich verlieren sollte. Würde ich ihr etwas bedeuten, dann hätte sie daran gedacht. Ganz, ganz sicher. Und was nun? Ich hoffe, dass ich sie ab und an sehen werde, mit ihr reden kann. Reden ist das Wichtigste. Nicht so wie mit Kathrin, bloß nicht. In Kontakt bleiben, am Ball bleiben. Ich will sie immer noch und sie wechselt ihre Partner recht häufig. Zur inneren Leere gesellt sich doch noch Trauer. Aber erst später, nach dem alles gesackt ist. Ich schaffe es einfach nicht...hatte nichts, was mich für sie attraktiv gemacht hat. Nur fünf Minuten “FAME”. Ich werde daran arbeiten, mir etwas überlegen, aber erst noch reden, viel reden. Ob ich sie die nächsten Tage sehen werde? Ich wünsche es mir so sehr. Die Niederlage schmerzt, aber es wird noch schlimmer werden, ich weiß es. Das war bisher immer so. Wenn ich alles realisiert habe. Das alles nur wegen ihr, wegen ihr, die aus Südafrika kam, wegen ihr, in die ich mich verliebt habe.
bflo - 25. Sep, 00:26
