Full House
Dienstag, 29. Juli, München
Sophie beantwortet keine Mails von mir. Was da wohl schon wieder los ist? Dabei habe ich ihr bereits dreimal geschrieben...SCHWEIGEN. Ich weiß nicht, ob es nur den anderen so geht, dass sie unter Stress stehen und viel zu tun haben. Ich bekomm das ja irgendwie unter einen Hut; kann meine Arbeit machen, zumindest teilweise. Die, die vor drei Monaten aus Südafrika kam, schweigt auch immer noch...ich möchte reden, vielleicht die Karten ein für alle mal auf den Tisch legen...offen spielen. Ich weiß sehr wohl, dass mein Blatt nicht das Beste ist, ich keinen Joker und kein Ass mehr im Ärmel habe, aber möglicherweise werde ich es riskieren. Durch die Wand das Schweigens hindurch aber unmöglich. “Hello darkness my old friend!” Gestern Abend noch im Kino gewesen und einen Teeny-Film gesehen...eigentlich peinlich, aber es sollte eben echtes Popcorn-Kino sein. Das war es dann auch...viel gelacht. Hatte an Ochsenknecht-Sohn-freie-Zone geglaubt und mich getäuscht...IRRGLAUBE. Da lassen sich diese Beziehungsprobleme immer so leicht lösen...unter Vierzehnjährigen. Wir sind zu alt...basta. Einen Ponyhof müsste man haben. Hab ich aber nicht! Pech! Ich denke darüber hinaus nach, all den Leuten, die hier drin vorkommen, einfach den Link hierzu zu schicken, mich zu offenbaren. Irgendwann werde ich das tun...doch vorerst bleibe ich anonym. Das hier ist ja nix Verbotenes oder Geheimes...es ist für MICH...REFLEXION. Mal sehen. Reden hilft, aber wie, wenn die Leute nicht erreichbar sind. Abwarten...Wie lange? Zu lange! Zögern und Zaudern.
Am nächsten Abend auf dem Balkon gestanden, ans Geländer geklammert, mit einem Glas Weißbier in der Hand. In den Nachthimmel gestarrt, die Augen in die Luft auf etwas Unsichtbares geheftet...DESILLUSIONIERT. Von weit her sind Böllerschüsse zu hören, es knallt, scheppert und kracht. Ich werde gestört, es hält nicht lange und schon bald ist es wieder still. Überall funkelte und leuchtete es...der Abend, noch jung, unverbraucht, nagelneu. Ich strecke das Bierglas in die Höhe, proste mir zu...unsichtbar. Unnahbar. Dann ziehen Wolken auf, der Himmel verdunkelt sich und schlagartig bricht die Nacht durchs Firmament. Es wird schwarz...pechschwarz. Kalt und leblos scheint alles um mich herum.
Sophie beantwortet keine Mails von mir. Was da wohl schon wieder los ist? Dabei habe ich ihr bereits dreimal geschrieben...SCHWEIGEN. Ich weiß nicht, ob es nur den anderen so geht, dass sie unter Stress stehen und viel zu tun haben. Ich bekomm das ja irgendwie unter einen Hut; kann meine Arbeit machen, zumindest teilweise. Die, die vor drei Monaten aus Südafrika kam, schweigt auch immer noch...ich möchte reden, vielleicht die Karten ein für alle mal auf den Tisch legen...offen spielen. Ich weiß sehr wohl, dass mein Blatt nicht das Beste ist, ich keinen Joker und kein Ass mehr im Ärmel habe, aber möglicherweise werde ich es riskieren. Durch die Wand das Schweigens hindurch aber unmöglich. “Hello darkness my old friend!” Gestern Abend noch im Kino gewesen und einen Teeny-Film gesehen...eigentlich peinlich, aber es sollte eben echtes Popcorn-Kino sein. Das war es dann auch...viel gelacht. Hatte an Ochsenknecht-Sohn-freie-Zone geglaubt und mich getäuscht...IRRGLAUBE. Da lassen sich diese Beziehungsprobleme immer so leicht lösen...unter Vierzehnjährigen. Wir sind zu alt...basta. Einen Ponyhof müsste man haben. Hab ich aber nicht! Pech! Ich denke darüber hinaus nach, all den Leuten, die hier drin vorkommen, einfach den Link hierzu zu schicken, mich zu offenbaren. Irgendwann werde ich das tun...doch vorerst bleibe ich anonym. Das hier ist ja nix Verbotenes oder Geheimes...es ist für MICH...REFLEXION. Mal sehen. Reden hilft, aber wie, wenn die Leute nicht erreichbar sind. Abwarten...Wie lange? Zu lange! Zögern und Zaudern.
Am nächsten Abend auf dem Balkon gestanden, ans Geländer geklammert, mit einem Glas Weißbier in der Hand. In den Nachthimmel gestarrt, die Augen in die Luft auf etwas Unsichtbares geheftet...DESILLUSIONIERT. Von weit her sind Böllerschüsse zu hören, es knallt, scheppert und kracht. Ich werde gestört, es hält nicht lange und schon bald ist es wieder still. Überall funkelte und leuchtete es...der Abend, noch jung, unverbraucht, nagelneu. Ich strecke das Bierglas in die Höhe, proste mir zu...unsichtbar. Unnahbar. Dann ziehen Wolken auf, der Himmel verdunkelt sich und schlagartig bricht die Nacht durchs Firmament. Es wird schwarz...pechschwarz. Kalt und leblos scheint alles um mich herum.
bflo - 30. Jul, 09:03
