Der Spruch
Montag, 28. Juli, München
„Dies Erdenleben, womit soll ich`s vergleichen? Wie wenn von Booten, früh hinausgerudert, keine Spur mehr zurück bleibt.“ Ich lese diesen Spruch an einer weißgestrichenen Wand im Aquariumhaus des Münchner Tierparks. Der Ausflug war lange geplant, doch bisher hat immer die Zeit gefehlt. Frühmorgens mit dem Fahrrad nach Thalkirchen geradelt…Sonnenschein. Ich war lange nicht mehr hier, wie ich sofort feststelle, denn einiges hat sich verändert. Die Schilder an den Tiergehegen, früher blass und von der Sonne ausgeblichen, wurden mittlerweile ausgetauscht oder erneuert. Weitläufig und großzügig angelegt war das Areal jedoch schon immer. Ein interessanter Tag. Es ist etwas anderes, wenn man als Erwachsener in den Tierpark geht. Man hat einen anderen Blick, nimmt sich für den Rundgang mehr Zeit und beobachtete alles ganz anders. Als Kind ist man an allem interessiert, selektiert dabei das Unwichtige vom Wichtigen viel langsamer, weshalb man schnell die Lust an manchen Erscheinungen verliert. Heute ist das anders, denn konnte ich früher gar nicht schnell genug zu den Löwen und Tigern gelangen, langweilen sie mich heute…liegen permanent faul in der Sonne und bewegen sich nicht. Affen sind interessanter…ich beobachte Schimpansen, die nächsten Verwandten des Menschen unter den Tieren. Schnell und neugierig sind sie, wie Menschenkinder. Auch Gorillas faszinieren mich und ich schwöre, dass einer von ihnen, wenn man sich die Körperbehaarung wegdenkt, wie Lucio, der Abwehrspieler von Bayern München, aussieht. Nur für Eisbären, Robben und Pinguine kann ich mich nicht so recht begeistern. Sie haben einfach zu wenig Platz, die Gehege und Schwimmbecken sind viel zu klein. MANKO. Viel gesehen, viel gelaufen, etwas nachgedacht…so verlasse ich am späten Nachmittag wieder den Tierpark. Eigentlich ganz interessant, trotzdem fühlt es sich anders an, als früher. Irgendetwas war passiert…ich bin immer noch begeistert, aber anders als damals. Man wird eben erwachsener…oder kommen die Einflüsse von außen? Internet, virtuelles Leben, neue Medien…was macht das mit uns? NEUE BEDÜRFNISSE. An eine weißgestrichene Wand würde ICH groß den Satz „Achte auf das Wesentliche!“ pinseln. Denn es gilt: „Tempora mutantur et nos mutamur in illis.
„Dies Erdenleben, womit soll ich`s vergleichen? Wie wenn von Booten, früh hinausgerudert, keine Spur mehr zurück bleibt.“ Ich lese diesen Spruch an einer weißgestrichenen Wand im Aquariumhaus des Münchner Tierparks. Der Ausflug war lange geplant, doch bisher hat immer die Zeit gefehlt. Frühmorgens mit dem Fahrrad nach Thalkirchen geradelt…Sonnenschein. Ich war lange nicht mehr hier, wie ich sofort feststelle, denn einiges hat sich verändert. Die Schilder an den Tiergehegen, früher blass und von der Sonne ausgeblichen, wurden mittlerweile ausgetauscht oder erneuert. Weitläufig und großzügig angelegt war das Areal jedoch schon immer. Ein interessanter Tag. Es ist etwas anderes, wenn man als Erwachsener in den Tierpark geht. Man hat einen anderen Blick, nimmt sich für den Rundgang mehr Zeit und beobachtete alles ganz anders. Als Kind ist man an allem interessiert, selektiert dabei das Unwichtige vom Wichtigen viel langsamer, weshalb man schnell die Lust an manchen Erscheinungen verliert. Heute ist das anders, denn konnte ich früher gar nicht schnell genug zu den Löwen und Tigern gelangen, langweilen sie mich heute…liegen permanent faul in der Sonne und bewegen sich nicht. Affen sind interessanter…ich beobachte Schimpansen, die nächsten Verwandten des Menschen unter den Tieren. Schnell und neugierig sind sie, wie Menschenkinder. Auch Gorillas faszinieren mich und ich schwöre, dass einer von ihnen, wenn man sich die Körperbehaarung wegdenkt, wie Lucio, der Abwehrspieler von Bayern München, aussieht. Nur für Eisbären, Robben und Pinguine kann ich mich nicht so recht begeistern. Sie haben einfach zu wenig Platz, die Gehege und Schwimmbecken sind viel zu klein. MANKO. Viel gesehen, viel gelaufen, etwas nachgedacht…so verlasse ich am späten Nachmittag wieder den Tierpark. Eigentlich ganz interessant, trotzdem fühlt es sich anders an, als früher. Irgendetwas war passiert…ich bin immer noch begeistert, aber anders als damals. Man wird eben erwachsener…oder kommen die Einflüsse von außen? Internet, virtuelles Leben, neue Medien…was macht das mit uns? NEUE BEDÜRFNISSE. An eine weißgestrichene Wand würde ICH groß den Satz „Achte auf das Wesentliche!“ pinseln. Denn es gilt: „Tempora mutantur et nos mutamur in illis.
bflo - 29. Jul, 13:07
