Sammelbecken der Realität
Freitag, 07. November, München
Buchstaben tanzen über die Bildschirmoberfläche, groß und klein. Streng hintereinander ordnen sie sich zu Wörtern, die meinem Kopf entspringen. Aus Wörtern werden zunächst Sätze, ehe sich ein flüssiger Text generiert. Die Faszination des Schreibprozesses. Der entstandene Text gleicht einer Geburt. Mal schwerer, mal leichter, presse ich das Gedachte hervor, winde es durch mein Gehirn, ehe es in meine Finger fließt, die es zu Papier bringen. Etwas entsteht in einem Prozess. Ich sollte einen fertigen Text darum wohl eher mit der Zeit vor der Geburt vergleichen. Das Kind wächst im Bauch der Mutter zunächst vom Fötus, dann zum Embryo und schließlich zum Säugling heran. Ebenso ordne ich Zeile an Zeile, füge Wort an Wort, Buchstabe an Buchstabe. Alles fließt. Das Fertige ist der Text, das Kind. Ein Akt der Befreiung, für mich und die Mutter. Das, was in meinem Kopf herangereift ist, mich bedrückt und beschwert hat, ist endlich heraus. Die Frau ist frei, ich zunächst auch. Text reiht sich an Text, bis sich ein Leben abbildet. Mein Leben. Ideen, Gedanken und Wünsche werden hineingelegt, kondensieren sich zu einem fertigen Etwas. Mit einer Vorstellung, einer Idee hat alles angefangen.
Es muss nun ungefähr ein Jahr her sein, als ich den Entschluss zu dieser Arbeit, zu diesem Blog hier gefasst habe. 366 Tage voller Leben. Damals schon von Sophie und von ihr, die nach Südafrika ging, beeinflusst und indirekt bestärkt. Ich wollte dieses Experiment, diesen Versuch und ich bereue nicht, dieses hier unternommen zu haben. Kreativität trifft dabei Realität. Ich merke, wie schnell alles zu Ende geht, mit welchem Tempo sich die Zeit bewegt und ich zusätzlich durch sie hindurchrase. Alles geht so verdammt schnell. Wir haben gleich Mitte November. Ich weiß heute noch nicht, was ich daraus lernen kann, ob es mich weiterbringt, wie und wohin auch immer. Geschadet hat es nicht. Mir bleiben noch einige Wochen voller Erfahrung, voller Idee und Inspiration. Ich wollte immer schon schreiben. Mit meinem besten Freund zusammen haben wir uns als Kinder Geschichten ausgedacht, die mein Vater für uns zu Papier brachte. Damals hatte ich noch keinen Computer, der Schreibstil war noch nicht flüssig und ging uns nur schwer von der Hand. Mich hat die Schreiberei mehr begeistert als meinen Freud und auch nicht mehr losgelassen. Er ist technisch beschlagen, in der Welt der Computer und der Informatik zu Hause. Ich lebe in einer Welt der Schriftstellerei, der Bücher, Romane und Geschichten. Grenzenlos und frei. Alles ist erlaubt. Vorhin habe ich einen virtuellen Ordner auf meinem PC durchforstet und einige meiner selbstverfassten Gedichte gefunden. Fast sechs Jahre sind diese mittlerweile alt. Darunter ein Gedicht, das ich zu einem Liebesbrief umfunktioniert habe und das ich an die damals Geliebte geschickt habe. Leider blieb es wirkungslos. Mein allererstes Gedicht liebe ich besonders. Nur wenige Verse, mancher mag sie als kitschig empfinden, ist es lang. Versagte Liebe, erfolgloses Hoffen kondensiert in einer Strophe. Lyrik mit dem Titel “Ewig du”.
“Ich hatte jüngst für mich gehofft,
dass du mich wirklich liebst.
Ich wünschte mir bei Zeiten oft,
dass du mir Liebe gibst.
Doch hab ich mich da wohl geirrt,
mein armes Herz war zu verwirrt.
War letztlich alles Utopie,
doch dich vergessen wird ich nie.”
Verse, die sich heute nahtlos ins Dickicht meiner Realität einreihen.
Buchstaben tanzen über die Bildschirmoberfläche, groß und klein. Streng hintereinander ordnen sie sich zu Wörtern, die meinem Kopf entspringen. Aus Wörtern werden zunächst Sätze, ehe sich ein flüssiger Text generiert. Die Faszination des Schreibprozesses. Der entstandene Text gleicht einer Geburt. Mal schwerer, mal leichter, presse ich das Gedachte hervor, winde es durch mein Gehirn, ehe es in meine Finger fließt, die es zu Papier bringen. Etwas entsteht in einem Prozess. Ich sollte einen fertigen Text darum wohl eher mit der Zeit vor der Geburt vergleichen. Das Kind wächst im Bauch der Mutter zunächst vom Fötus, dann zum Embryo und schließlich zum Säugling heran. Ebenso ordne ich Zeile an Zeile, füge Wort an Wort, Buchstabe an Buchstabe. Alles fließt. Das Fertige ist der Text, das Kind. Ein Akt der Befreiung, für mich und die Mutter. Das, was in meinem Kopf herangereift ist, mich bedrückt und beschwert hat, ist endlich heraus. Die Frau ist frei, ich zunächst auch. Text reiht sich an Text, bis sich ein Leben abbildet. Mein Leben. Ideen, Gedanken und Wünsche werden hineingelegt, kondensieren sich zu einem fertigen Etwas. Mit einer Vorstellung, einer Idee hat alles angefangen.
Es muss nun ungefähr ein Jahr her sein, als ich den Entschluss zu dieser Arbeit, zu diesem Blog hier gefasst habe. 366 Tage voller Leben. Damals schon von Sophie und von ihr, die nach Südafrika ging, beeinflusst und indirekt bestärkt. Ich wollte dieses Experiment, diesen Versuch und ich bereue nicht, dieses hier unternommen zu haben. Kreativität trifft dabei Realität. Ich merke, wie schnell alles zu Ende geht, mit welchem Tempo sich die Zeit bewegt und ich zusätzlich durch sie hindurchrase. Alles geht so verdammt schnell. Wir haben gleich Mitte November. Ich weiß heute noch nicht, was ich daraus lernen kann, ob es mich weiterbringt, wie und wohin auch immer. Geschadet hat es nicht. Mir bleiben noch einige Wochen voller Erfahrung, voller Idee und Inspiration. Ich wollte immer schon schreiben. Mit meinem besten Freund zusammen haben wir uns als Kinder Geschichten ausgedacht, die mein Vater für uns zu Papier brachte. Damals hatte ich noch keinen Computer, der Schreibstil war noch nicht flüssig und ging uns nur schwer von der Hand. Mich hat die Schreiberei mehr begeistert als meinen Freud und auch nicht mehr losgelassen. Er ist technisch beschlagen, in der Welt der Computer und der Informatik zu Hause. Ich lebe in einer Welt der Schriftstellerei, der Bücher, Romane und Geschichten. Grenzenlos und frei. Alles ist erlaubt. Vorhin habe ich einen virtuellen Ordner auf meinem PC durchforstet und einige meiner selbstverfassten Gedichte gefunden. Fast sechs Jahre sind diese mittlerweile alt. Darunter ein Gedicht, das ich zu einem Liebesbrief umfunktioniert habe und das ich an die damals Geliebte geschickt habe. Leider blieb es wirkungslos. Mein allererstes Gedicht liebe ich besonders. Nur wenige Verse, mancher mag sie als kitschig empfinden, ist es lang. Versagte Liebe, erfolgloses Hoffen kondensiert in einer Strophe. Lyrik mit dem Titel “Ewig du”.
“Ich hatte jüngst für mich gehofft,
dass du mich wirklich liebst.
Ich wünschte mir bei Zeiten oft,
dass du mir Liebe gibst.
Doch hab ich mich da wohl geirrt,
mein armes Herz war zu verwirrt.
War letztlich alles Utopie,
doch dich vergessen wird ich nie.”
Verse, die sich heute nahtlos ins Dickicht meiner Realität einreihen.
bflo - 9. Nov, 10:28
