Sherwood Forest
Samstag, 25. Oktober, München
Ich bin wieder einmal raus aus der großen Stadt. Ich genieße den Umstand, dass wenn man sich in den Zug setzt, man jederzeit weg von der Masse, weiter draußen die Einsamkeit suchen kann. Wir gehen durch den Wald und es ist phantastisch. Die Einsamkeit ist im Wald auf ein Maximum konzentriert. Ich gehe mit meinen Schuhen durch Blätter und über einige auf dem Waldboden liegende Äste. Das knackst und raschelt so einmalig unter den Fußsohlen. Im Wald ist die Luft auch eine ganz andere. Ich ziehe kühle Oktoberluftschwaden genüsslich durch meine Nasenlöcher. Der Spirit erweckt den Anschein, als sei alles hier extra vorher durchgelüftet worden. Fern scheint die Großstadt, mit all ihrem geschäftigen Treiben, ihrem Autolärm und ihren Massen an Menschen. Später dann langes Warten an irgendeiner Bahnstation. Entweder hat hier heute wieder alles Verspätung, oder es geht wieder um irgendwelche Anschlusszüge auf die gewartet werden muss. Ich fürchte, dass ich zum Alkoholiker werden würde, wenn ich immer so lange an irgendwelchen Stationen irgendwo in Deutschland warten müsste. Davor würde ich mir nämlich immer ein Bier für mit auf den Weg kaufen, und dann noch eines und noch eines. Auf Dauer kann das ja dann ganz schön anstrengend werden. Zurück in den Wald. Ein Wald ist eben einfach ein Wald. Da gibt es gar nicht viel zu sagen. Er hat etwas Elitäres und gleichzeitig auch etwas Allgemeines. Wald wird es immer geben, da kann noch so viel von seinem Sterben und seinem langsamen Dahinsiechen gesprochen werden. Ich bin mir sicher, dass, solange es Menschen gibt, es auch Wald gibt. Basta. Überall liegt buntes Laub. Da mag man eigentlich gar nicht drüber gehen, so schön findet man das in diesem Moment. Man möchte einfach nur fliegen, um das Gesamtkunstwerk “Laub” nicht zu zerstören. Gelingt nicht. Leider! Nun sitze ich also am Bahnsteig und warte auf den Zug. Um mich herum ist es stockdunkel. Nur wenige Bahnhofslichter erhellen die Nacht. Schatten huschen die Wände entlang, es ist ziemlich still. Der Bahnhofsvorsteher (ja, es gibt ihn noch), bricht die Stille. Dann bin ich drin und der Zug fährt los...endlich. Ein Abteil weiter kreischen zwei Mädchen. Ich dachte zuerst, dass sie vollkommen nackt seien, aber ich habe mich getäuscht. Sie haben nur sehr wenig an. Eigentlich haben sie mehr nicht an, als sie anhaben...so irgendwie. Fahren Nutten mit der Bahn zur Arbeit? Mein Zug brettert durch die Dunkelheit. Von irgendwoher höre ich Musik. Ich möchte schlafen, aber die Mädels schreien wie verrückt und auch die Musik wird lauter. Was für ein Abend.
Ich bin wieder einmal raus aus der großen Stadt. Ich genieße den Umstand, dass wenn man sich in den Zug setzt, man jederzeit weg von der Masse, weiter draußen die Einsamkeit suchen kann. Wir gehen durch den Wald und es ist phantastisch. Die Einsamkeit ist im Wald auf ein Maximum konzentriert. Ich gehe mit meinen Schuhen durch Blätter und über einige auf dem Waldboden liegende Äste. Das knackst und raschelt so einmalig unter den Fußsohlen. Im Wald ist die Luft auch eine ganz andere. Ich ziehe kühle Oktoberluftschwaden genüsslich durch meine Nasenlöcher. Der Spirit erweckt den Anschein, als sei alles hier extra vorher durchgelüftet worden. Fern scheint die Großstadt, mit all ihrem geschäftigen Treiben, ihrem Autolärm und ihren Massen an Menschen. Später dann langes Warten an irgendeiner Bahnstation. Entweder hat hier heute wieder alles Verspätung, oder es geht wieder um irgendwelche Anschlusszüge auf die gewartet werden muss. Ich fürchte, dass ich zum Alkoholiker werden würde, wenn ich immer so lange an irgendwelchen Stationen irgendwo in Deutschland warten müsste. Davor würde ich mir nämlich immer ein Bier für mit auf den Weg kaufen, und dann noch eines und noch eines. Auf Dauer kann das ja dann ganz schön anstrengend werden. Zurück in den Wald. Ein Wald ist eben einfach ein Wald. Da gibt es gar nicht viel zu sagen. Er hat etwas Elitäres und gleichzeitig auch etwas Allgemeines. Wald wird es immer geben, da kann noch so viel von seinem Sterben und seinem langsamen Dahinsiechen gesprochen werden. Ich bin mir sicher, dass, solange es Menschen gibt, es auch Wald gibt. Basta. Überall liegt buntes Laub. Da mag man eigentlich gar nicht drüber gehen, so schön findet man das in diesem Moment. Man möchte einfach nur fliegen, um das Gesamtkunstwerk “Laub” nicht zu zerstören. Gelingt nicht. Leider! Nun sitze ich also am Bahnsteig und warte auf den Zug. Um mich herum ist es stockdunkel. Nur wenige Bahnhofslichter erhellen die Nacht. Schatten huschen die Wände entlang, es ist ziemlich still. Der Bahnhofsvorsteher (ja, es gibt ihn noch), bricht die Stille. Dann bin ich drin und der Zug fährt los...endlich. Ein Abteil weiter kreischen zwei Mädchen. Ich dachte zuerst, dass sie vollkommen nackt seien, aber ich habe mich getäuscht. Sie haben nur sehr wenig an. Eigentlich haben sie mehr nicht an, als sie anhaben...so irgendwie. Fahren Nutten mit der Bahn zur Arbeit? Mein Zug brettert durch die Dunkelheit. Von irgendwoher höre ich Musik. Ich möchte schlafen, aber die Mädels schreien wie verrückt und auch die Musik wird lauter. Was für ein Abend.
bflo - 26. Okt, 22:43
