Arbeit ist Therapie
Sonntag, 07. September, München
Bis jetzt hat es immer geholfen, wenn ich mich in die Arbeit gestürzt habe. So konnte ich meine Probleme, meine Sorgen und alles um mich herum vergessen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich im Moment mit Feuereifer an meinen Projekten sitze. Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Blog halbwegs reibungslos läuft, ich es so akribisch aufrecht halte. Wer weiß das schon? Eine innere Kraft spornt mich an weiterzumachen, auch wenn ich emotional down bin. An der Universität keine bekannten Gesichter zu treffen, macht mich fertig. Letztes Semester habe ich ab und an Sophie getroffen und wir gingen in eine der zahlreichen Studentenkneipen und haben einen Tee oder Kaffee getrunken. Sie war noch mit ihrem Praktikum bei den Kammerspielen in der Stadt beschäftigt und ich hatte meine Arbeit. Ablenkung, Symbiose. Das war toll. Ich schotte mich einfach ab, kümmere mich um meine Aufgabe. Noch ist sehr viel zu tun. Ich denke wieder an sie. An sie, die im Moment ihren Urlaub genießt. An sie, die vor einigen Monaten nach Südafrika ging und einige Wochen später wieder zurückkam. Sie, die mit wenigen, magischen Begegnungen mein Leben verändert hatte. Die flüchtigen Berührungen in unserem gemeinsamen Seminar, als ich mich immer neben sie gesetzt habe und mein Knie ab und zu zart ihren Oberschenkel streichelte. Kleine Momente mit großer Wirkung. Ich hätte das alles viel mehr genießen müssen, aber das realisiert man ja immer erst hinterher, wenn es zu spät ist. Leider. Nichts scheint geblieben, außer Sehnsucht und Wunschdenken. Auf den ersten Blick, doch auf den Zweiten? Das Seminar war ausschlaggebend für das hier. Ohne das Seminar würde es dieses Blog nicht geben. Ohne sie würde es dieses Blog nicht geben. Ich habe beiden viel zu verdanken. Auch Sophies Anteil an diesem ‘Ding’ hier ist groß. “Wie viel würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?” - Eigentlich ist alles ganz gut so, wie es ist, wenn man von Kleinigkeiten absieht. Scheinbare Kleinigkeiten. Ich sitze also wieder einmal in der Bibliothek und es ist mucksmäuschenstill um mich herum. Dabei fällt mir das hier alles so ein, kommt mir in den Sinn. Zeit, nachzudenken. Das Gute daran ist ja eigentlich, dass niemand genau weiß, wie alles weitergehen wird. Aber das ist auch beängstigend. Was, wenn es keinen Zufall gibt, jedes kleine Mosaiksteinchen auf meinem Lebensweg vorgezeichnet ist? Im ehrlich zu sein, bin ich froh, dass ich nicht so genau weiß, wie alles kommen wird. Ich glaube an den Zufall, seine Kraft und Unbeeinflussbarkeit. Obwohl es manchmal nicht schaden könnte, wenn das Leben vorhersehbarer wäre. So wie am Ende der Lieblingsfernsehserie, wenn immer ein kleiner Ausblick auf die nächste Folge gezeigt wird. Tagträumend setze ich meine Arbeit fort.
Bis jetzt hat es immer geholfen, wenn ich mich in die Arbeit gestürzt habe. So konnte ich meine Probleme, meine Sorgen und alles um mich herum vergessen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich im Moment mit Feuereifer an meinen Projekten sitze. Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Blog halbwegs reibungslos läuft, ich es so akribisch aufrecht halte. Wer weiß das schon? Eine innere Kraft spornt mich an weiterzumachen, auch wenn ich emotional down bin. An der Universität keine bekannten Gesichter zu treffen, macht mich fertig. Letztes Semester habe ich ab und an Sophie getroffen und wir gingen in eine der zahlreichen Studentenkneipen und haben einen Tee oder Kaffee getrunken. Sie war noch mit ihrem Praktikum bei den Kammerspielen in der Stadt beschäftigt und ich hatte meine Arbeit. Ablenkung, Symbiose. Das war toll. Ich schotte mich einfach ab, kümmere mich um meine Aufgabe. Noch ist sehr viel zu tun. Ich denke wieder an sie. An sie, die im Moment ihren Urlaub genießt. An sie, die vor einigen Monaten nach Südafrika ging und einige Wochen später wieder zurückkam. Sie, die mit wenigen, magischen Begegnungen mein Leben verändert hatte. Die flüchtigen Berührungen in unserem gemeinsamen Seminar, als ich mich immer neben sie gesetzt habe und mein Knie ab und zu zart ihren Oberschenkel streichelte. Kleine Momente mit großer Wirkung. Ich hätte das alles viel mehr genießen müssen, aber das realisiert man ja immer erst hinterher, wenn es zu spät ist. Leider. Nichts scheint geblieben, außer Sehnsucht und Wunschdenken. Auf den ersten Blick, doch auf den Zweiten? Das Seminar war ausschlaggebend für das hier. Ohne das Seminar würde es dieses Blog nicht geben. Ohne sie würde es dieses Blog nicht geben. Ich habe beiden viel zu verdanken. Auch Sophies Anteil an diesem ‘Ding’ hier ist groß. “Wie viel würden wir erfahren, wenn wir alles vorher wüssten?” - Eigentlich ist alles ganz gut so, wie es ist, wenn man von Kleinigkeiten absieht. Scheinbare Kleinigkeiten. Ich sitze also wieder einmal in der Bibliothek und es ist mucksmäuschenstill um mich herum. Dabei fällt mir das hier alles so ein, kommt mir in den Sinn. Zeit, nachzudenken. Das Gute daran ist ja eigentlich, dass niemand genau weiß, wie alles weitergehen wird. Aber das ist auch beängstigend. Was, wenn es keinen Zufall gibt, jedes kleine Mosaiksteinchen auf meinem Lebensweg vorgezeichnet ist? Im ehrlich zu sein, bin ich froh, dass ich nicht so genau weiß, wie alles kommen wird. Ich glaube an den Zufall, seine Kraft und Unbeeinflussbarkeit. Obwohl es manchmal nicht schaden könnte, wenn das Leben vorhersehbarer wäre. So wie am Ende der Lieblingsfernsehserie, wenn immer ein kleiner Ausblick auf die nächste Folge gezeigt wird. Tagträumend setze ich meine Arbeit fort.
bflo - 9. Sep, 14:06
