Standby
Donnerstag, 24. Juli, München
Ich befinde mich in einem Zwischenstadium, quasi im luftleeren Raum, im Vakuum. Der Tag vor meinem Geburtstag beginnt für mich mit einkaufen. Ich wühle mich zügig durch die Geschäfte, nur um möglichst rasch wieder nach hause zu kommen. Dort angekommen schiebe ich das neue Coldplay-Album in den CD-Player und versuche mich zu entspannen...im Zwischenstadium. In der Hoffnung, dieser Tag möge für immer bleiben, nie mehr vergehen, schließe ich die Augen und will sie erst wieder öffnen, wenn der Kalender automatisch auf Samstag geschaltet hat. Der Fünfundzwanzigste soll einfach ausgelassen werden. Den braucht doch keiner. Ich möchte nicht älter werden. Als Kind war Geburtstag immer etwas zauberhaft-magisches, das man “hatte” und über das man sich auch freute. Inzwischen stößt mir Geburtstag förmlich zu. Man wird beständig älter, mehr nicht. Der Zustand an diesem Donnerstag ist eben ein merkwürdiger - fast schon im neuen, aber dann eben doch noch im alten Lebensjahr. Vom Gefühl her waren für mich auch die markanten Geburtstage, der sechzehnte und der achtzehnte, nicht so etwas besonders. Man bekommt formal ein paar mehr Rechte, aber auch eine ganze Reihe verschiedenster Pflichten. Geburtstag haben heißt immer auch einen Übergang vollziehen...Kind-Jugendlicher, Jugendlicher-Erwachsener...so ist das eben. Wenn man vierundzwanzig wird, passiert ja eigentlich nichts Großartiges. Dennoch fühle ich, dass ich heute nur auf Sparflamme laufe, nicht im endgültigen Betriebsmodus. Morgen im Laufe des Tages werde ich hoffenlich meine volle Betriebsleistung wieder zurückbekommen. Schließlich muss ich meine Augen trotzdem wieder öffnen und in den taghellen Mittag blinzeln,. ZUVERSICHT...pass auf Neuland. Michaela gestern hatte Recht, als sie meinte, dass das alles gar nicht so schlimm sei. Wird schon werden...kluge Worte, wie ich jetzt feststelle. Das Situationsvakuum scheint überwunden. Ich gehe raus auf die Straße, die wenigen Stunden genießen, die mir im alten Lebensjahr noch bleiben.
Ich befinde mich in einem Zwischenstadium, quasi im luftleeren Raum, im Vakuum. Der Tag vor meinem Geburtstag beginnt für mich mit einkaufen. Ich wühle mich zügig durch die Geschäfte, nur um möglichst rasch wieder nach hause zu kommen. Dort angekommen schiebe ich das neue Coldplay-Album in den CD-Player und versuche mich zu entspannen...im Zwischenstadium. In der Hoffnung, dieser Tag möge für immer bleiben, nie mehr vergehen, schließe ich die Augen und will sie erst wieder öffnen, wenn der Kalender automatisch auf Samstag geschaltet hat. Der Fünfundzwanzigste soll einfach ausgelassen werden. Den braucht doch keiner. Ich möchte nicht älter werden. Als Kind war Geburtstag immer etwas zauberhaft-magisches, das man “hatte” und über das man sich auch freute. Inzwischen stößt mir Geburtstag förmlich zu. Man wird beständig älter, mehr nicht. Der Zustand an diesem Donnerstag ist eben ein merkwürdiger - fast schon im neuen, aber dann eben doch noch im alten Lebensjahr. Vom Gefühl her waren für mich auch die markanten Geburtstage, der sechzehnte und der achtzehnte, nicht so etwas besonders. Man bekommt formal ein paar mehr Rechte, aber auch eine ganze Reihe verschiedenster Pflichten. Geburtstag haben heißt immer auch einen Übergang vollziehen...Kind-Jugendlicher, Jugendlicher-Erwachsener...so ist das eben. Wenn man vierundzwanzig wird, passiert ja eigentlich nichts Großartiges. Dennoch fühle ich, dass ich heute nur auf Sparflamme laufe, nicht im endgültigen Betriebsmodus. Morgen im Laufe des Tages werde ich hoffenlich meine volle Betriebsleistung wieder zurückbekommen. Schließlich muss ich meine Augen trotzdem wieder öffnen und in den taghellen Mittag blinzeln,. ZUVERSICHT...pass auf Neuland. Michaela gestern hatte Recht, als sie meinte, dass das alles gar nicht so schlimm sei. Wird schon werden...kluge Worte, wie ich jetzt feststelle. Das Situationsvakuum scheint überwunden. Ich gehe raus auf die Straße, die wenigen Stunden genießen, die mir im alten Lebensjahr noch bleiben.
bflo - 25. Jul, 09:43
