Nachtagenten
Mittwoch, 18. Juni, München
Ich gleite auf der Rolltreppe aus dem Dunkel des U-Bahnhofs hinauf ins Licht. Man drückt mir eine Tube Senf in die Hand und ich nehme dankend an. Werbekampagne von Hornbacher. Nicht schlecht und Senf kann man wahrlich immer gut gebrauchen. Es ist ein warmer Tag und die Fußballeuphorie scheit keine Grenzen zu kennen. Gegen Portugal wird es dann aber ernst werden. Autokorso? Mal schaun! Bei den Spritpreisen! Das Frankreich-Italien-Spiel in der Kneipe angeschaut. Kurz mit Ribery gelitten…unglaublich.
Nachts ist die U-Bahn nahezu leer und die wenigen Menschen, die darin reisen, kann man gut beobachten. Trotz der harten Polster drohe ich kurz einzuschlafen. Ein Mann, der permanent mit sich selbst spricht, sich irgendetwas zu erzählen scheint, sitzt mir gegenüber und wackelt auch noch permanent mit dem Kopf hin und her. Er hält mich wach. Am anderen Ende des Wagens stehen zwei Punks, trinken Bier und lachen dabei. In ihrer Nähe sitzt eine alte Frau mit Krückstock, gegenüber schläft ein Mann. Der Fahrkartenkontrolleur katapultiert alle zurück ins Leben, prüft Tickets und wedelt dabei mit dem Ausweis, der ihn berechtigt, die Fahrkarten zu prüfen. Sie alle sind Nachtschwärmer, Kinder der Finsternis, mit verschiedensten Zielen. Und nur sie wissen, wohin…wohin will ich eigentlich. Eigentlich weiß ich es, aber ich bin mir nun nicht mehr sicher. Und so streife auch ich durch die Dunkelheit und drohe dabei das Ziel aus dem Blickfeld zu verlieren. Schnell drehe ich mich um und starre aus dem Fenster auf die vorbeihuschenden Häuser und die dahin gleitende Landschaft.
Ich gleite auf der Rolltreppe aus dem Dunkel des U-Bahnhofs hinauf ins Licht. Man drückt mir eine Tube Senf in die Hand und ich nehme dankend an. Werbekampagne von Hornbacher. Nicht schlecht und Senf kann man wahrlich immer gut gebrauchen. Es ist ein warmer Tag und die Fußballeuphorie scheit keine Grenzen zu kennen. Gegen Portugal wird es dann aber ernst werden. Autokorso? Mal schaun! Bei den Spritpreisen! Das Frankreich-Italien-Spiel in der Kneipe angeschaut. Kurz mit Ribery gelitten…unglaublich.
Nachts ist die U-Bahn nahezu leer und die wenigen Menschen, die darin reisen, kann man gut beobachten. Trotz der harten Polster drohe ich kurz einzuschlafen. Ein Mann, der permanent mit sich selbst spricht, sich irgendetwas zu erzählen scheint, sitzt mir gegenüber und wackelt auch noch permanent mit dem Kopf hin und her. Er hält mich wach. Am anderen Ende des Wagens stehen zwei Punks, trinken Bier und lachen dabei. In ihrer Nähe sitzt eine alte Frau mit Krückstock, gegenüber schläft ein Mann. Der Fahrkartenkontrolleur katapultiert alle zurück ins Leben, prüft Tickets und wedelt dabei mit dem Ausweis, der ihn berechtigt, die Fahrkarten zu prüfen. Sie alle sind Nachtschwärmer, Kinder der Finsternis, mit verschiedensten Zielen. Und nur sie wissen, wohin…wohin will ich eigentlich. Eigentlich weiß ich es, aber ich bin mir nun nicht mehr sicher. Und so streife auch ich durch die Dunkelheit und drohe dabei das Ziel aus dem Blickfeld zu verlieren. Schnell drehe ich mich um und starre aus dem Fenster auf die vorbeihuschenden Häuser und die dahin gleitende Landschaft.
bflo - 20. Jun, 14:26
