Martial 10, 47/Lebensglück
Sonntag, 15. Juni, München
Ich bin mir sicher, dass sich die Fragen des Lebens jedem von uns stellen, früher oder später und manchmal an Orten, wo er eigentlich überhaupt nicht damit rechnet. Bei mir passiert das besonders häufig an Sonntagen, denn da habe ich am meisten Zeit nachzudenken.
Vieles wirkt festgefahren, unbeweglich und unveränderlich. Dilemmastrukturen offenbaren sich und es scheint, als würde es keinen Ausweg aus ihnen geben. Ich drehe mich im Kreis um mich selbst, immer schneller und unkontrollierbar, bis ich schließlich das Zentrum verlasse. Es ist ein sehr weiter Weg bis zur Erkenntnis. Auf die wichtigsten Fragen findet man zumeist keine Antwort. Unverstandenes bleibt offen, Probleme ungelöst. Wenn ich erkenne, dass ich zu lange gewartet habe, ist es meist längst zu spät. Manifeste Blockaden in meinem Kopf behindern mein Handeln. Sie scheinen unüberwindbar. Nur ab und an blitzt die Herrlichkeit des Lebens durch und ich erkenne, wie gut alles ist, so wie es gerade ist. Doch das geschieht selten. Wie viel von dem, was kommen wird, darf ich dem Schicksal überlassen? Was kann ich überhaupt aktiv beeinflussen? Ich habe Angst gewisse Dinge zu verändern, weil ich denke, dass sie gut so sind, wie sie sind und wenn ich etwas ändere, kann es nur schlechter werden.
Besser suboptimal als gänzlich zerstört. So ist die Beziehung zu ihr.
In der Schule haben wir einmal ein Epigramm von Martial gelesen, in dem er die Dinge aufzählt, die das Leben lebenswert machen. Das hat mich damals sehr beeindruckt und ich habe es abgeschrieben, jedoch ist der Zettel mittlerweile verloren gegangen. Den Schluss habe ich mir aber bis heute gemerkt:
„Einen Schlaf, der die Dunkelheit verkürzt. Sein wollen, was man ist, und nicht mehr. Den letzten Tag weder fürchten, noch wünschen.“
Ich bin mir sicher, dass sich die Fragen des Lebens jedem von uns stellen, früher oder später und manchmal an Orten, wo er eigentlich überhaupt nicht damit rechnet. Bei mir passiert das besonders häufig an Sonntagen, denn da habe ich am meisten Zeit nachzudenken.
Vieles wirkt festgefahren, unbeweglich und unveränderlich. Dilemmastrukturen offenbaren sich und es scheint, als würde es keinen Ausweg aus ihnen geben. Ich drehe mich im Kreis um mich selbst, immer schneller und unkontrollierbar, bis ich schließlich das Zentrum verlasse. Es ist ein sehr weiter Weg bis zur Erkenntnis. Auf die wichtigsten Fragen findet man zumeist keine Antwort. Unverstandenes bleibt offen, Probleme ungelöst. Wenn ich erkenne, dass ich zu lange gewartet habe, ist es meist längst zu spät. Manifeste Blockaden in meinem Kopf behindern mein Handeln. Sie scheinen unüberwindbar. Nur ab und an blitzt die Herrlichkeit des Lebens durch und ich erkenne, wie gut alles ist, so wie es gerade ist. Doch das geschieht selten. Wie viel von dem, was kommen wird, darf ich dem Schicksal überlassen? Was kann ich überhaupt aktiv beeinflussen? Ich habe Angst gewisse Dinge zu verändern, weil ich denke, dass sie gut so sind, wie sie sind und wenn ich etwas ändere, kann es nur schlechter werden.
Besser suboptimal als gänzlich zerstört. So ist die Beziehung zu ihr.
In der Schule haben wir einmal ein Epigramm von Martial gelesen, in dem er die Dinge aufzählt, die das Leben lebenswert machen. Das hat mich damals sehr beeindruckt und ich habe es abgeschrieben, jedoch ist der Zettel mittlerweile verloren gegangen. Den Schluss habe ich mir aber bis heute gemerkt:
„Einen Schlaf, der die Dunkelheit verkürzt. Sein wollen, was man ist, und nicht mehr. Den letzten Tag weder fürchten, noch wünschen.“
bflo - 16. Jun, 13:07
