Botschaft der Kaiserin
Donnerstag, 15. Mai, München
Sie hat sich schon lange nicht mehr gemeldet, dabei wollte sie mir doch das Buch ausleihen. Mit der Zusage, dass sie sich melden wolle und zwar sehr bald, trennen sich unsere Wege nach dem Theater vor fast zwei Wochen. Seit dem hat sie nichts mehr von sich hören lassen. Ich muss offen zugeben, dass ich darüber schon traurig bin. Gut, ich verstehe ja, dass sie viel Stress die letzten Tage hatte, weil sie ja umgezogen ist. Aber aus einer Kiste ein Buch hervorkramen uns sich bei mir melden, ob man sich mal kurz treffen könnte, kann so schwer nicht sein. Auf jeden Fall warte ich immer noch auf eine Rückmeldung von ihr und wenn diese bis Montag nicht erfolgt, dann muss ich mir das Buch wohl selber kaufen. That`s life.
Franz Kafka kann man glauben.
Die ganze Situation kommt mir so vor, wie in einer Parabel oder einer Kurzgeschichte, die ich einmal von ihm gelesen habe. Es geht um die kaiserliche Botschaft, die, vom Kaiser gesandt und nur für mich bestimmt ist. Aber der Bote, der damit zu mir unterwegs ist, kann und wird mich niemals erreichen. So groß ist die Kluft zwischen uns. Sie, die Kaiserin und ich, derjenige, der auf eine Nachricht wartet und sie sich träumt, wenn der Abend kommt. Ich sitze beinahe da und warte, aber nichts passiert. Kafkas Geschichte wird natürlich anders interpretiert und ausgelegt, aber ich deute sie genau so.
Ich stelle mir dann vor, dass Sophies Botschaft schon längst auf dem Weg zu mir ist, aber mich wegen all der Hindernisse und Schwierigkeiten nicht erreichen kann. Eigentlich lächerlich, aber ich erträume sie mir, und das nicht nur, wenn der Abend kommt. Oft läutet es dann an der Haustüre, oder mein Handy vibriert und ich schaue irritiert nach oder nehme verstört das Gespräch an. Eigentlich beängstigend…
Sie hat sich schon lange nicht mehr gemeldet, dabei wollte sie mir doch das Buch ausleihen. Mit der Zusage, dass sie sich melden wolle und zwar sehr bald, trennen sich unsere Wege nach dem Theater vor fast zwei Wochen. Seit dem hat sie nichts mehr von sich hören lassen. Ich muss offen zugeben, dass ich darüber schon traurig bin. Gut, ich verstehe ja, dass sie viel Stress die letzten Tage hatte, weil sie ja umgezogen ist. Aber aus einer Kiste ein Buch hervorkramen uns sich bei mir melden, ob man sich mal kurz treffen könnte, kann so schwer nicht sein. Auf jeden Fall warte ich immer noch auf eine Rückmeldung von ihr und wenn diese bis Montag nicht erfolgt, dann muss ich mir das Buch wohl selber kaufen. That`s life.
Franz Kafka kann man glauben.
Die ganze Situation kommt mir so vor, wie in einer Parabel oder einer Kurzgeschichte, die ich einmal von ihm gelesen habe. Es geht um die kaiserliche Botschaft, die, vom Kaiser gesandt und nur für mich bestimmt ist. Aber der Bote, der damit zu mir unterwegs ist, kann und wird mich niemals erreichen. So groß ist die Kluft zwischen uns. Sie, die Kaiserin und ich, derjenige, der auf eine Nachricht wartet und sie sich träumt, wenn der Abend kommt. Ich sitze beinahe da und warte, aber nichts passiert. Kafkas Geschichte wird natürlich anders interpretiert und ausgelegt, aber ich deute sie genau so.
Ich stelle mir dann vor, dass Sophies Botschaft schon längst auf dem Weg zu mir ist, aber mich wegen all der Hindernisse und Schwierigkeiten nicht erreichen kann. Eigentlich lächerlich, aber ich erträume sie mir, und das nicht nur, wenn der Abend kommt. Oft läutet es dann an der Haustüre, oder mein Handy vibriert und ich schaue irritiert nach oder nehme verstört das Gespräch an. Eigentlich beängstigend…
bflo - 18. Mai, 23:49
