Stadtgespräche
Donnerstag, 28. Februar, München
Heiß ist es in der Kneipe, aber es gibt eine Großbildleinwand…das ist wichtig. Ein Bekannter von uns hat für zehn Leute reserviert. Fußballderby…eine Großstadt im Ausnahmezustand. Die Emotionen kochen nach zwei nicht gegebenen Toren endgültig hoch. Berechtigt? Toni schraubt schon an seinem Ohr…wieder nichts. Oder schüttelt er seinen kaputten Wecker? Man weiß es nicht genau. Ich bin einer von zehn Millionen Deutschen, die das Spiel am TV verfolgen. Wir sind zehn von zehn Millionen. Es prickelt und die Luft knistert. Elfmeter!...ne doch nicht, obwohl Lucio die Faust in die Fresse bekommt. „Holzer, Holzer!“, skandiere ich und für einen Moment wird es ganz still. Alles schaut in meine Richtung, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass nicht jeder begriffen hat, was ich meine. Die Rädchen in den Köpfen der Fans beginnen sich zu drehen. Es knackst und rattert um mich herum. Die gelbrote Karte ist lächerlich, aberwitzig. Nur noch zu zehnt…krass. Und das gegen eine Zweitligamannschaft.
Mit einem Elfmeter in der 120sten Minute das Spiel zu entscheiden ist echt mutig. War ja sehr umstritten. „Die Linie gehört zum Sechzehner!“, brüllt mein Nachbar. Schwer zu sagen, also berechtigt. Knapp war es trotzdem…Viva la France!
Während meinem Gang durch die Stadt trage ich immer noch eine blau-rote Brille. Wie krass.
Heiß ist es in der Kneipe, aber es gibt eine Großbildleinwand…das ist wichtig. Ein Bekannter von uns hat für zehn Leute reserviert. Fußballderby…eine Großstadt im Ausnahmezustand. Die Emotionen kochen nach zwei nicht gegebenen Toren endgültig hoch. Berechtigt? Toni schraubt schon an seinem Ohr…wieder nichts. Oder schüttelt er seinen kaputten Wecker? Man weiß es nicht genau. Ich bin einer von zehn Millionen Deutschen, die das Spiel am TV verfolgen. Wir sind zehn von zehn Millionen. Es prickelt und die Luft knistert. Elfmeter!...ne doch nicht, obwohl Lucio die Faust in die Fresse bekommt. „Holzer, Holzer!“, skandiere ich und für einen Moment wird es ganz still. Alles schaut in meine Richtung, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass nicht jeder begriffen hat, was ich meine. Die Rädchen in den Köpfen der Fans beginnen sich zu drehen. Es knackst und rattert um mich herum. Die gelbrote Karte ist lächerlich, aberwitzig. Nur noch zu zehnt…krass. Und das gegen eine Zweitligamannschaft.
Mit einem Elfmeter in der 120sten Minute das Spiel zu entscheiden ist echt mutig. War ja sehr umstritten. „Die Linie gehört zum Sechzehner!“, brüllt mein Nachbar. Schwer zu sagen, also berechtigt. Knapp war es trotzdem…Viva la France!
Während meinem Gang durch die Stadt trage ich immer noch eine blau-rote Brille. Wie krass.
bflo - 28. Feb, 23:26
