Winterträumereien
Mittwoch, 13. Februar 2008, München
Eine kalte Nacht zog übers Land. Der Morgen ist richtig schön winterlich, eisig und frostig-kalt. Behutsam kratze ich Eisblumen vom Fenster, an diesem Mittwoch um acht Uhr morgens. Dreißig Minuten später beginnt der Lärm…Hammer, Meißel, Meißel, Hammer. Abwechslung. Irgendwer im Haus bekommt neue Stromleitungen. Das dumpfe Drohnen, Schlagen und Klopfen treibt mich nach draußen, raus aufs Fahrrad, um ziellos in den Morgen radeln. An der zweiten Ampel auf meinem Weg muss ich schon halten. Ich entspanne, ziehe die Handschuhe hoch, rücke meine Mütze zurecht und schließe sanft meine Augen.
Plötzlich stehe ich auf einer großen Wiese, die Sonne scheint und es ist absolut windstill. Langsam beginne ich mich um die eigene Achse zu drehen, beide Arme hoch in die Luft haltend. Auf der Landstraße, die neben der Wiese verläuft nähert sich ein Auto mit offenem Verdeck. Ich kann drei Paar Hände erkennen, hoch in den Himmel gestreckt, so wie ich es tue. Dann höre ich ein Hupen und verlangsame meine Drehbewegung. Hinter dem Sportwagen fährt ein Mädchen auf einem alten, klapprigen Fahrrad ohne Lichtanlage. Ich weiß sofort, dass sie es ist. Die Sonne brennt jetzt erbarmungslos auf das Gras um mich herum. Das Mädchen steigt ab, wirft ihr Rad auf die Straße und kommt mit offenen Armen auf mich zugelaufen…Hollywood…Kitschfilm. Ich beginne nicht zu rennen, sondern vorharre an meinem Standpunkt.
Die Februarkälte holt mich wieder ein, denn ich stehe immer noch an der Ampel. Zwischenzeitlich war wohl grün, mittlerweile steht die Ampel wieder auf rot. Zwei Frauen auf der gegenüberliegenden Straßenseite werfen mir seltsame Blicke zu. So etwas passiert eben. Endlich bekomme ich grün und ich trete in die Pedale. Wenn ich mich auch körperlich fortbewege, verharren meine Gedanken weiterhin bei ihr, der Landstraße und dem alten, klapprigen Fahrrad.
Eine kalte Nacht zog übers Land. Der Morgen ist richtig schön winterlich, eisig und frostig-kalt. Behutsam kratze ich Eisblumen vom Fenster, an diesem Mittwoch um acht Uhr morgens. Dreißig Minuten später beginnt der Lärm…Hammer, Meißel, Meißel, Hammer. Abwechslung. Irgendwer im Haus bekommt neue Stromleitungen. Das dumpfe Drohnen, Schlagen und Klopfen treibt mich nach draußen, raus aufs Fahrrad, um ziellos in den Morgen radeln. An der zweiten Ampel auf meinem Weg muss ich schon halten. Ich entspanne, ziehe die Handschuhe hoch, rücke meine Mütze zurecht und schließe sanft meine Augen.
Plötzlich stehe ich auf einer großen Wiese, die Sonne scheint und es ist absolut windstill. Langsam beginne ich mich um die eigene Achse zu drehen, beide Arme hoch in die Luft haltend. Auf der Landstraße, die neben der Wiese verläuft nähert sich ein Auto mit offenem Verdeck. Ich kann drei Paar Hände erkennen, hoch in den Himmel gestreckt, so wie ich es tue. Dann höre ich ein Hupen und verlangsame meine Drehbewegung. Hinter dem Sportwagen fährt ein Mädchen auf einem alten, klapprigen Fahrrad ohne Lichtanlage. Ich weiß sofort, dass sie es ist. Die Sonne brennt jetzt erbarmungslos auf das Gras um mich herum. Das Mädchen steigt ab, wirft ihr Rad auf die Straße und kommt mit offenen Armen auf mich zugelaufen…Hollywood…Kitschfilm. Ich beginne nicht zu rennen, sondern vorharre an meinem Standpunkt.
Die Februarkälte holt mich wieder ein, denn ich stehe immer noch an der Ampel. Zwischenzeitlich war wohl grün, mittlerweile steht die Ampel wieder auf rot. Zwei Frauen auf der gegenüberliegenden Straßenseite werfen mir seltsame Blicke zu. So etwas passiert eben. Endlich bekomme ich grün und ich trete in die Pedale. Wenn ich mich auch körperlich fortbewege, verharren meine Gedanken weiterhin bei ihr, der Landstraße und dem alten, klapprigen Fahrrad.
bflo - 13. Feb, 19:56
