XX-Chromosom
Donnerstag, 04. Dezember, München
Ich treffe sie zufällig während ihrer Arbeit. Rein ins Kaufhaus und da wuselt sie in ihrer Abteilung hin und her. Aushilfsweise und immer am Freitag. Beinahe jeden. Sie macht das unglaublich gut, hilft jedem und scheint immer freundlich zu bleiben. Sie ist wunderschön…sexy, gewagt, aber doch irgendwie passend. Sie sieht mich, grüßt flüchtig und ist auch gleich wieder weg. Das ging schnell, aber es ist ja auch viel zu tun. Menschen strömen die Rolltreppe hinauf ins Kaufhaus. Männer wollen sich beraten lassen. Ich stelle mich in die Nähe der Bücher und blättere wieder einmal wahllos irgendwelche Neuerscheinungen durch. Mein Blick allerdings klebt heimlich immer noch an ihr. Sie ist ziemlich beschäftigt und sieht mich darum auch nicht. Sie macht das wirklich gut. Ich luge zwischen einzelnen Buchseiten hindurch immer wieder auf ihren Hintern. Mein Ausblick gleicht dem eines Leuchtturmwärters, der oben auf seinem Turm steht und die Weite des Meeres überblicken kann. Sie geht davon, verschwindet durch eine Türe hindurch und auch ich lege das Buch weg und verlasse langsam das Kaufhaus. Nachdem sie mich flüchtig gegrüßt hatte, war ich, geblendet von ihrer Schönheit, zunächst wie paralysiert in den vierten Stock gefahren. Erst oben angekommen, wusste ich wieder wo ich war. Ziellos an den I-Pods vorbei, wieder nach unten. Dann habe ich mich hinter den Büchern versteckt, sie, die nach Südafrika ging und wieder zurückkam, beobachtet. Beinahe verschanzt wie ein Westernheld hat mein Paar Augen sie gescannt.
Ich gehe zum Hauptbahnhof, natürlich zu Fuß, um mir die Beine zu vertreten. Auf einer Bank, die sich neben einem der Gleise befindet, setze ich mich und stopfe mir Pommes Frites in den Mund. Ein wenig Ketchup bleibt in meinem Mundwinkel hängen und ein Stücken Kartoffel rutscht mir von meiner Holzgabel und fällt auf den Boden. Vor mir der Zug. Die Türen stehen offen, er fährt in fünf Minuten ab. Wohin? Keine Ahnung! Hauptsache weg. Jetzt einfach einsteigen, nicht lange warten, Türen zu und weg.
Die Füße treten auf den kleinen silbernen Tritt, der Oberkörper schiebt sich zwischen den Türen hindurch, die Füße folgen. Dann wird das Abteil abgeriegelt, die Türen gehen zu und der Zug quält sich langsam zum Bahnhof hinaus. Ganz langsam. Der Bahnsteig scheint zunächst verlassen, bis auf wenige Menschen. Keiner sitzt, alle stehen. Halt! Zusammengesunken kauert jemand ganz vorne auf einer der Bänke, spießt Pommes mit einer kleinen Holzkgabel auf und schiebt sie sich in den Mund. Ich…
Ich treffe sie zufällig während ihrer Arbeit. Rein ins Kaufhaus und da wuselt sie in ihrer Abteilung hin und her. Aushilfsweise und immer am Freitag. Beinahe jeden. Sie macht das unglaublich gut, hilft jedem und scheint immer freundlich zu bleiben. Sie ist wunderschön…sexy, gewagt, aber doch irgendwie passend. Sie sieht mich, grüßt flüchtig und ist auch gleich wieder weg. Das ging schnell, aber es ist ja auch viel zu tun. Menschen strömen die Rolltreppe hinauf ins Kaufhaus. Männer wollen sich beraten lassen. Ich stelle mich in die Nähe der Bücher und blättere wieder einmal wahllos irgendwelche Neuerscheinungen durch. Mein Blick allerdings klebt heimlich immer noch an ihr. Sie ist ziemlich beschäftigt und sieht mich darum auch nicht. Sie macht das wirklich gut. Ich luge zwischen einzelnen Buchseiten hindurch immer wieder auf ihren Hintern. Mein Ausblick gleicht dem eines Leuchtturmwärters, der oben auf seinem Turm steht und die Weite des Meeres überblicken kann. Sie geht davon, verschwindet durch eine Türe hindurch und auch ich lege das Buch weg und verlasse langsam das Kaufhaus. Nachdem sie mich flüchtig gegrüßt hatte, war ich, geblendet von ihrer Schönheit, zunächst wie paralysiert in den vierten Stock gefahren. Erst oben angekommen, wusste ich wieder wo ich war. Ziellos an den I-Pods vorbei, wieder nach unten. Dann habe ich mich hinter den Büchern versteckt, sie, die nach Südafrika ging und wieder zurückkam, beobachtet. Beinahe verschanzt wie ein Westernheld hat mein Paar Augen sie gescannt.
Ich gehe zum Hauptbahnhof, natürlich zu Fuß, um mir die Beine zu vertreten. Auf einer Bank, die sich neben einem der Gleise befindet, setze ich mich und stopfe mir Pommes Frites in den Mund. Ein wenig Ketchup bleibt in meinem Mundwinkel hängen und ein Stücken Kartoffel rutscht mir von meiner Holzgabel und fällt auf den Boden. Vor mir der Zug. Die Türen stehen offen, er fährt in fünf Minuten ab. Wohin? Keine Ahnung! Hauptsache weg. Jetzt einfach einsteigen, nicht lange warten, Türen zu und weg.
Die Füße treten auf den kleinen silbernen Tritt, der Oberkörper schiebt sich zwischen den Türen hindurch, die Füße folgen. Dann wird das Abteil abgeriegelt, die Türen gehen zu und der Zug quält sich langsam zum Bahnhof hinaus. Ganz langsam. Der Bahnsteig scheint zunächst verlassen, bis auf wenige Menschen. Keiner sitzt, alle stehen. Halt! Zusammengesunken kauert jemand ganz vorne auf einer der Bänke, spießt Pommes mit einer kleinen Holzkgabel auf und schiebt sie sich in den Mund. Ich…
bflo - 6. Dez, 15:29
