Lost in a dream
Sonntag, 24. August, München
Die Bank steht auf einem grünen Hügel und wirft einen schwarzen Schatten in der fahlen Abenddämmerung. Wir hatten uns vor einer halben Stunde hier verabredet und waren beide pünktlich gewesen. Wie schön sie wieder war, wie immer. Sie trug ein buntes, sonnengeblümtes Kleid und schwarze Pumps. Herrlich. Um über alles zwischen uns zu reden, hatte ich sie herbestellt. Aus meinem Rucksack krame ich eine Flasche Rotwein samt dazugehörigen Gläsern hervor. Wir sitzen, trinken und reden. Ich erzähle ihr alles, meine Liebe und Zuneigung zu ihr...die Sehnsucht. Sie legt ihren Kopf in den Nacken, bewegt ihn von links nach rechts und denkt nach. Lange antwortet sie nicht, lauscht meinem Monolog. Schließlich sagt sie doch etwas. Der Schatten ihrer schlanken Silhouette fällt im Mondlicht auf das grüne Gras der Anhöhe. Ich habe Angst vor dem, was sie sagt, weil ich ahne, was da kommt. So kann es nicht weitergehen, meine ich, meint sie. Zukunft? Gemeinsam! Nee, du! Das wird nichts. Das Gesagte trifft mich im Genick. Ich lamentiere nicht, ich akzeptiere ihr “nein”. Ich glaube, dass ich innerlich absolut damit gerechnet habe. Sie sagt, dass sie meine Liebe ja immer schon vermutet hat, aber es nie riskieren wollte, mich zu fragen. Ich starre blöd den Hügel hinunter. Sie schenkt sich den letzten Rest Wein aus der Flasche in ihr Glas, schwenkt es leicht hin und her und trinkt aus. Ich lege meine Hand um ihre Taille und schaue sie an. Sie ist so schön. Dann berührt sie mit den Fingern meine Schulter, haucht mir einen Kuss neben die Wange, steht auf und geht. “Nicht böse sein!”, ruft sie mir hinterher. Dabei lächelt sie nicht. Ich habe ihr alles gesagt und das was ich beinahe erwartet hatte, ist eingetreten. Alleine bleibe ich auf der Bank zurück. Mit der rechten Hand fahre ich mir langsam durchs Haar und beginne leise zu weinen. Der Mond steht genau über mir und erhellt meine Tränen.
Kurz nach Mitternacht erwache ich aus diesem Traum. Ein Glühwürmchen schwirrt hell-leuchtend in meinem Zimmer umher. RASTLOS. Der Lichtpunkt huscht wirr durch den Raum. Ich richte mich auf, bin schweißgebadet und starre kurz in die Dunkelheit. Nach dem Öffnen der Jalousie fliegt das Glühwürmchen wieder hinaus in die Nacht und ich lege mich wieder schlafen. Ob ich froh darüber sein soll, dass das Gespräch mit ihr doch nicht stattgefunden hat, weiß ich nicht.
Die Bank steht auf einem grünen Hügel und wirft einen schwarzen Schatten in der fahlen Abenddämmerung. Wir hatten uns vor einer halben Stunde hier verabredet und waren beide pünktlich gewesen. Wie schön sie wieder war, wie immer. Sie trug ein buntes, sonnengeblümtes Kleid und schwarze Pumps. Herrlich. Um über alles zwischen uns zu reden, hatte ich sie herbestellt. Aus meinem Rucksack krame ich eine Flasche Rotwein samt dazugehörigen Gläsern hervor. Wir sitzen, trinken und reden. Ich erzähle ihr alles, meine Liebe und Zuneigung zu ihr...die Sehnsucht. Sie legt ihren Kopf in den Nacken, bewegt ihn von links nach rechts und denkt nach. Lange antwortet sie nicht, lauscht meinem Monolog. Schließlich sagt sie doch etwas. Der Schatten ihrer schlanken Silhouette fällt im Mondlicht auf das grüne Gras der Anhöhe. Ich habe Angst vor dem, was sie sagt, weil ich ahne, was da kommt. So kann es nicht weitergehen, meine ich, meint sie. Zukunft? Gemeinsam! Nee, du! Das wird nichts. Das Gesagte trifft mich im Genick. Ich lamentiere nicht, ich akzeptiere ihr “nein”. Ich glaube, dass ich innerlich absolut damit gerechnet habe. Sie sagt, dass sie meine Liebe ja immer schon vermutet hat, aber es nie riskieren wollte, mich zu fragen. Ich starre blöd den Hügel hinunter. Sie schenkt sich den letzten Rest Wein aus der Flasche in ihr Glas, schwenkt es leicht hin und her und trinkt aus. Ich lege meine Hand um ihre Taille und schaue sie an. Sie ist so schön. Dann berührt sie mit den Fingern meine Schulter, haucht mir einen Kuss neben die Wange, steht auf und geht. “Nicht böse sein!”, ruft sie mir hinterher. Dabei lächelt sie nicht. Ich habe ihr alles gesagt und das was ich beinahe erwartet hatte, ist eingetreten. Alleine bleibe ich auf der Bank zurück. Mit der rechten Hand fahre ich mir langsam durchs Haar und beginne leise zu weinen. Der Mond steht genau über mir und erhellt meine Tränen.
Kurz nach Mitternacht erwache ich aus diesem Traum. Ein Glühwürmchen schwirrt hell-leuchtend in meinem Zimmer umher. RASTLOS. Der Lichtpunkt huscht wirr durch den Raum. Ich richte mich auf, bin schweißgebadet und starre kurz in die Dunkelheit. Nach dem Öffnen der Jalousie fliegt das Glühwürmchen wieder hinaus in die Nacht und ich lege mich wieder schlafen. Ob ich froh darüber sein soll, dass das Gespräch mit ihr doch nicht stattgefunden hat, weiß ich nicht.
bflo - 25. Aug, 11:03
