Sonnenschauspiel
Samstag, 02. August, München
Mit der Enttäuschung kommt die Dunkelheit. Die Sonnenfinsternis ist, laut Zeitung, teilweise zu sehen. Ich passe gar nicht aus, achte nicht darauf, so dass das Schauspiel sowieso an mir vorübergeht. Da ist es dann auch egal, ob ich was beobachten hätte können, oder nicht. In einem Beitrag in den Nachrichten sehe ich bunt gekleidete Menschen mit schwarzen Sonnenbrillen irgendwo in Deutschland auf einem Hügel stehen und doof in den Himmel glotzen. 1999 hat auch mich dieses Naturschauspiel in seinen Bann gezogen. Für zwei Mark wurden Spezialpappbrillen gekauft, kamen dann am „D-Day“ kurz zum Einsatz, ehe ich sie in meiner Schule für Afrika gespendet habe. Da wurde dann ein paar Jahre später auch so eine Sonnenfinsternis veranstaltet. Seit mittlerweile neun Jahren, damals war es auch August, hängt ein Foto der verdunkelten Sonne in unserem Wohnzimmer. Für drei Mark konnte man es damals im Drogeriemarkt um die Ecke kaufen. Es ist ein Stück Erinnerung an den Tag, an dem es tagsüber plötzlich völlig finster geworden ist. Damals große Stimmung…tagsüber im Wohnzimmer sitzen und schlagartig wird es um einen herum schwarz, obwohl die Jalousien geöffnet sind…TOLL. Man wusste ja, dass es irgendwann wieder hell werden würde. Mit der kleinen Sonnenfinsternis hat sich auch meine Sonne verdunkelt...etwas hatte sich vor sie geschoben, aber eben komplett, so dass nicht einmal mehr an den Rändern ein Lichtkranz zu sehen war. Den Anblick jedoch kann ich unter keinen Umständen ertragen. Mir wird bewusst, dass meine Sonne nach diesem Spektakel vorerst wohl für längere Zeit untergehen würde. Um mich herum erlischt der eben noch strahlendblaue Himmel und es wird schlagartig Nacht. Die Vögel, deren Lieder zuvor noch zuversichtlich und voll der Hoffnung klangen, sind verstummt. Wie ist es, wenn man verliebt ist und dieses Gefühl erwidert wird? Ich kann es nicht sagen, aber sie weiß es...bekennt sich zu ihrer Liebe, schmettert das hinaus in die Welt. Was zu erwarten war...ich bin es nicht! “Amo ohne das odi”...allerdings im Dunkeln, ohne Gegenpart und einfach so in die Nacht hinein.
Mit der Enttäuschung kommt die Dunkelheit. Die Sonnenfinsternis ist, laut Zeitung, teilweise zu sehen. Ich passe gar nicht aus, achte nicht darauf, so dass das Schauspiel sowieso an mir vorübergeht. Da ist es dann auch egal, ob ich was beobachten hätte können, oder nicht. In einem Beitrag in den Nachrichten sehe ich bunt gekleidete Menschen mit schwarzen Sonnenbrillen irgendwo in Deutschland auf einem Hügel stehen und doof in den Himmel glotzen. 1999 hat auch mich dieses Naturschauspiel in seinen Bann gezogen. Für zwei Mark wurden Spezialpappbrillen gekauft, kamen dann am „D-Day“ kurz zum Einsatz, ehe ich sie in meiner Schule für Afrika gespendet habe. Da wurde dann ein paar Jahre später auch so eine Sonnenfinsternis veranstaltet. Seit mittlerweile neun Jahren, damals war es auch August, hängt ein Foto der verdunkelten Sonne in unserem Wohnzimmer. Für drei Mark konnte man es damals im Drogeriemarkt um die Ecke kaufen. Es ist ein Stück Erinnerung an den Tag, an dem es tagsüber plötzlich völlig finster geworden ist. Damals große Stimmung…tagsüber im Wohnzimmer sitzen und schlagartig wird es um einen herum schwarz, obwohl die Jalousien geöffnet sind…TOLL. Man wusste ja, dass es irgendwann wieder hell werden würde. Mit der kleinen Sonnenfinsternis hat sich auch meine Sonne verdunkelt...etwas hatte sich vor sie geschoben, aber eben komplett, so dass nicht einmal mehr an den Rändern ein Lichtkranz zu sehen war. Den Anblick jedoch kann ich unter keinen Umständen ertragen. Mir wird bewusst, dass meine Sonne nach diesem Spektakel vorerst wohl für längere Zeit untergehen würde. Um mich herum erlischt der eben noch strahlendblaue Himmel und es wird schlagartig Nacht. Die Vögel, deren Lieder zuvor noch zuversichtlich und voll der Hoffnung klangen, sind verstummt. Wie ist es, wenn man verliebt ist und dieses Gefühl erwidert wird? Ich kann es nicht sagen, aber sie weiß es...bekennt sich zu ihrer Liebe, schmettert das hinaus in die Welt. Was zu erwarten war...ich bin es nicht! “Amo ohne das odi”...allerdings im Dunkeln, ohne Gegenpart und einfach so in die Nacht hinein.
bflo - 4. Aug, 10:41
