Köpenickade
Donnerstag, 17. Juli, München
Ein Freund von mir ist Polizist. Es gibt nicht viele Partys bei ihm und nicht oft wird gefeiert, aber diesmal ist es wieder soweit. Der Abend verläuft angenehm, alle sind gut drauf…trinken, unterhalten sich und haben Spaß. Spät nachts verwechsle ich zwei Türen, gerate statt auf die Toilette ins Schlafzimmer und sehe am Kleiderschrank eine lindgrüne Polizeiuniform mit dazugehöriger Hose und Mütze hängen. Wie darauf programmiert nehme ich die Kleidungstücke mitsamt dem Kleiderbügel, klemme mir die Mütze unter den Arm und verschwinde unbemerkt aus der Wohnung. Drei Stockwerke später stehe ich auf der Straße und verstaue meine Beute im Auto. Das Ganze dauert keine zehn Minuten und wenig später mische ich mich auch schon wieder unter die Partygäste. Keiner hat mein heimliches Treiben bemerkt.
Der nächste Tag ist ein Sonntag, es gibt also nichts zu tun. Ich erwache auf der Couch meines Freundes morgens um neun. Einige andere Gäste haben in Schlafsäcken auf dem Boden oder auf unbequemen Stühlen geschlafen. MITTAGESSEN…VERABSCHIEDUNG…HEIMFAHRT. Dort dann völlig nüchtern die schicke Uniform genommen und zum Marienplatz gefahren.
Auf dem ekligen Bahnhofs-WC nehme ich mir eine Sitzkabine und ziehe mich um. ALTER EGO. Als Polizist trete ich wieder ans Tageslicht. Ich genieße zunächst jede Minute in der Uniform. Menschen werfen mir neugierige Blicke zu, Frauen bleiben stehen und Kinder bewundern mich. Ich werde um Hilfe gebeten und nach dem Weg gefragt. Ein geiles Gefühl und ich merke, dass mir die Kleidung steht. Sollte ich öfter tragen. Vom Marienplatz gehe ich bis nach Schwabing. Auf Höhe der Münchner Freiheit sauge ich noch einmal die bewundernden Blicke auf, ehe ich im WC eines Schnell-Restaurants verschwinde und mich wieder umziehe. ALTER EGO. All das war eine interessante Erfahrung, aber ich habe mich verkleidet gefühlt. Nun bin ich wieder ich. Demaskiert…natürlich. Wäre auf Dauer doch nichts für mich.
Meinem Freund stelle ich Stunden später eine Tüte mit Uniform, Mütze und Hose vor seine Wohnungstür…alles schon ordentlich zusammengelegt.
Auf einen Zettel schreibe ich „Entliehen um eine besondere Erfahrung zu machen! Sorry! – Ein Freund“ und lege ihn oben auf die Sachen. Wieder auf der Straße läute ich und laufe schnell weg. Ob er den Krempel schon vermisst hat? Auf dem Heimweg denke ich über das Geschehene nach.
Irgendwo schreien plötzlich Vögel. Es ist frühmorgens und ich erwache…irritiert, aber glücklich ob des interessanten Traums, den ich im Schlaf erlebt habe.
Ein Freund von mir ist Polizist. Es gibt nicht viele Partys bei ihm und nicht oft wird gefeiert, aber diesmal ist es wieder soweit. Der Abend verläuft angenehm, alle sind gut drauf…trinken, unterhalten sich und haben Spaß. Spät nachts verwechsle ich zwei Türen, gerate statt auf die Toilette ins Schlafzimmer und sehe am Kleiderschrank eine lindgrüne Polizeiuniform mit dazugehöriger Hose und Mütze hängen. Wie darauf programmiert nehme ich die Kleidungstücke mitsamt dem Kleiderbügel, klemme mir die Mütze unter den Arm und verschwinde unbemerkt aus der Wohnung. Drei Stockwerke später stehe ich auf der Straße und verstaue meine Beute im Auto. Das Ganze dauert keine zehn Minuten und wenig später mische ich mich auch schon wieder unter die Partygäste. Keiner hat mein heimliches Treiben bemerkt.
Der nächste Tag ist ein Sonntag, es gibt also nichts zu tun. Ich erwache auf der Couch meines Freundes morgens um neun. Einige andere Gäste haben in Schlafsäcken auf dem Boden oder auf unbequemen Stühlen geschlafen. MITTAGESSEN…VERABSCHIEDUNG…HEIMFAHRT. Dort dann völlig nüchtern die schicke Uniform genommen und zum Marienplatz gefahren.
Auf dem ekligen Bahnhofs-WC nehme ich mir eine Sitzkabine und ziehe mich um. ALTER EGO. Als Polizist trete ich wieder ans Tageslicht. Ich genieße zunächst jede Minute in der Uniform. Menschen werfen mir neugierige Blicke zu, Frauen bleiben stehen und Kinder bewundern mich. Ich werde um Hilfe gebeten und nach dem Weg gefragt. Ein geiles Gefühl und ich merke, dass mir die Kleidung steht. Sollte ich öfter tragen. Vom Marienplatz gehe ich bis nach Schwabing. Auf Höhe der Münchner Freiheit sauge ich noch einmal die bewundernden Blicke auf, ehe ich im WC eines Schnell-Restaurants verschwinde und mich wieder umziehe. ALTER EGO. All das war eine interessante Erfahrung, aber ich habe mich verkleidet gefühlt. Nun bin ich wieder ich. Demaskiert…natürlich. Wäre auf Dauer doch nichts für mich.
Meinem Freund stelle ich Stunden später eine Tüte mit Uniform, Mütze und Hose vor seine Wohnungstür…alles schon ordentlich zusammengelegt.
Auf einen Zettel schreibe ich „Entliehen um eine besondere Erfahrung zu machen! Sorry! – Ein Freund“ und lege ihn oben auf die Sachen. Wieder auf der Straße läute ich und laufe schnell weg. Ob er den Krempel schon vermisst hat? Auf dem Heimweg denke ich über das Geschehene nach.
Irgendwo schreien plötzlich Vögel. Es ist frühmorgens und ich erwache…irritiert, aber glücklich ob des interessanten Traums, den ich im Schlaf erlebt habe.
bflo - 17. Jul, 21:53
