The Wall
Mittwoch, 09. Juli, München
Ich laufe gegen Wände...immer und immer wieder. Es sollte mir doch egal sein, aber das ist es nicht. Hilflosigkeit. Ich sitze vor einer hohen Mauer...der Name der Mauer ist SCHWEIGEN. Ich sitze einfach nur vor ihr, im Schneidersitz, abwartend und meditierend. Die Art der Meditation ist eine von mir gedachte Schweigemeditation. In dem Moment, da zwei Menschen schweigen und sich absolut nichts mehr sagen, entsteht etwas Transzendentales. Alles scheint für den Moment eingefroren zu sein. Die Umgebung erstarrt. Keine Mimik, Gestik oder sonstige körperliche Regung. Einfach nur stummes Verharren. Die Autos um einen herum halten plötzlich an und die Menschen unterbrechen ihre hektischen Tätigkeiten. Nur zwei Dinge stehen im Zentrum...du und ich. Doch wir sind verstummt, so wie die Welt um uns herum. Alles verschwimmt in einem tristen Ton von Dunkelgrau. Mit dem Gedanken daran sitze ich vor der Mauer des Schweigens, die sie ist. Sie alleine. Mein Blick ist gesenkt, traurig an die Kacheln des gefliesten Bodens geheftet...Teufelskreis. Etwas könnte uns retten, aber was? Es müssen wohl eindeutige Worte her, denn sonst kann diese festgefahrene Konstellation nicht aufgelöst werden. Das, was mir seit Tagen, Wochen und Monaten im Hals steckt, muss endlich nach draußen gelangen...Freiheit. Ich drohe daran zu ersticken. Aber da ist die Wand und die Wand ist sie. Da muss etwas zurückkommen, sonst wäre meine Rede ein einsamer, sinnloser Monolog. Aber was? Kommunikation muss aufgebaut werden, ausgenutzt werden, Raum bekommen. Die starre Realität muss überwunden werden und die Wirklichkeit um mich herum wieder in regen Fluss geraten. Erneuerung der Dynamik.
Ich schaffe es nicht, aufzustehen und mich von der Mauer zu entfernen. Sie ist zu stark. Ich werde irgendwann einfach zu erzählen beginnen. Jetzt ist alles Gegenwärtige leicht überschaubar, aber was, wenn ich rede? Die Wand droht mich zu erschlagen, kalt zu stellen, mich mit Kontaktabbruch zu strafen. Davor habe ich Angst. Längst hätte ich die Fronten klären und “tabula rasa” machen sollen. Zu spät jetzt. Ich werde mich überwinden...irgendwann. Vorerst genieße ich die Anwesenheit der Mauer des Schweigens, auch wenn ihre Kälte alles lähmt. In ihrem Schatten erscheine ich klein und winzig. Zunächst...
Ich laufe gegen Wände...immer und immer wieder. Es sollte mir doch egal sein, aber das ist es nicht. Hilflosigkeit. Ich sitze vor einer hohen Mauer...der Name der Mauer ist SCHWEIGEN. Ich sitze einfach nur vor ihr, im Schneidersitz, abwartend und meditierend. Die Art der Meditation ist eine von mir gedachte Schweigemeditation. In dem Moment, da zwei Menschen schweigen und sich absolut nichts mehr sagen, entsteht etwas Transzendentales. Alles scheint für den Moment eingefroren zu sein. Die Umgebung erstarrt. Keine Mimik, Gestik oder sonstige körperliche Regung. Einfach nur stummes Verharren. Die Autos um einen herum halten plötzlich an und die Menschen unterbrechen ihre hektischen Tätigkeiten. Nur zwei Dinge stehen im Zentrum...du und ich. Doch wir sind verstummt, so wie die Welt um uns herum. Alles verschwimmt in einem tristen Ton von Dunkelgrau. Mit dem Gedanken daran sitze ich vor der Mauer des Schweigens, die sie ist. Sie alleine. Mein Blick ist gesenkt, traurig an die Kacheln des gefliesten Bodens geheftet...Teufelskreis. Etwas könnte uns retten, aber was? Es müssen wohl eindeutige Worte her, denn sonst kann diese festgefahrene Konstellation nicht aufgelöst werden. Das, was mir seit Tagen, Wochen und Monaten im Hals steckt, muss endlich nach draußen gelangen...Freiheit. Ich drohe daran zu ersticken. Aber da ist die Wand und die Wand ist sie. Da muss etwas zurückkommen, sonst wäre meine Rede ein einsamer, sinnloser Monolog. Aber was? Kommunikation muss aufgebaut werden, ausgenutzt werden, Raum bekommen. Die starre Realität muss überwunden werden und die Wirklichkeit um mich herum wieder in regen Fluss geraten. Erneuerung der Dynamik.
Ich schaffe es nicht, aufzustehen und mich von der Mauer zu entfernen. Sie ist zu stark. Ich werde irgendwann einfach zu erzählen beginnen. Jetzt ist alles Gegenwärtige leicht überschaubar, aber was, wenn ich rede? Die Wand droht mich zu erschlagen, kalt zu stellen, mich mit Kontaktabbruch zu strafen. Davor habe ich Angst. Längst hätte ich die Fronten klären und “tabula rasa” machen sollen. Zu spät jetzt. Ich werde mich überwinden...irgendwann. Vorerst genieße ich die Anwesenheit der Mauer des Schweigens, auch wenn ihre Kälte alles lähmt. In ihrem Schatten erscheine ich klein und winzig. Zunächst...
bflo - 10. Jul, 10:19
