Franz K. verstehen lernen
Montag, 30. Juni, München
Es hatte sich abgezeichnet…pomadig gespielt…so kann man nicht gewinnen. Glücklicherweise siegt dann doch auch die bessere Mannschaft. Es wäre einfach nicht verdient gewesen. Trotzdem hat es riesigen Spaß gemacht…drei tolle Wochen.
Morgens regnet es seltsamerweise; das hatte ich nicht erwartet. Die nächsten Tage werden einfacher, weniger Stress, weniger zu tun. Anfang August dann wieder Vollgas.
Ich bin das Geld wieder los geworden…es ist eine Erleichterung. Die Kolleginnen hinter dem Bankschalter giften sich gegenseitig an…MONTAGMORGEN…und ich irgendwie mittendrin, statt nur dabei. Mein Schatz! Ich bin ihn los…das Geld arbeitet ab heute auf meinem Super-Spar-Konto irgendwo auf der Welt für mich. Ich hoffe nur, davon werden keine Waffen gekauft, die dann wieder gewinnbringend exportiert werden…mit denen dann wiederum irgendwo auf der Welt sinnlos Menschen niedergemäht werden. Man liest ja schließlich so viel Schlimmes.
Ein lästiger Behördengang steht noch an. „Die Kollegin ist noch im Gespräch!“…dumm nur, dass ich gar niemanden sehe und das, bevor ich eintrete, auch niemand das Büro der „Kollegin“ verlassen hat. TELEFONATE...Wohl Kaffeepause morgens um neun. Nach fünfzehn Minuten darf ich eintreten. Die Flure sind lang, eng und an den Wänden hängen nur wenige grau-in-grau-gemalte Bilder. TRISTESSE…Ich beginne zu verstehen, was Kafka meinte…so eine Behörde ist ein dumpf-monotones Etwas. Die Menschen auf den Fluren wuseln herum, wirken dabei aber platziert und irgendwie in die Szenerie hineinkonstruiert. Auch ich schwebe irgendwie unwirklich über den mehlig-weißen Laminatboden hinein in das, immerhin farbenfroh gestaltete, Büro. Später endlich wieder draußen...der Regen hat nachgelassen, die Sonne zeigt sich langsam. Den großen Büro-Beton-Komplex lasse ich rasch hinter mir. Die konstruiert anmutende Realität beginnt langsam zu verschwimmen.
Es hatte sich abgezeichnet…pomadig gespielt…so kann man nicht gewinnen. Glücklicherweise siegt dann doch auch die bessere Mannschaft. Es wäre einfach nicht verdient gewesen. Trotzdem hat es riesigen Spaß gemacht…drei tolle Wochen.
Morgens regnet es seltsamerweise; das hatte ich nicht erwartet. Die nächsten Tage werden einfacher, weniger Stress, weniger zu tun. Anfang August dann wieder Vollgas.
Ich bin das Geld wieder los geworden…es ist eine Erleichterung. Die Kolleginnen hinter dem Bankschalter giften sich gegenseitig an…MONTAGMORGEN…und ich irgendwie mittendrin, statt nur dabei. Mein Schatz! Ich bin ihn los…das Geld arbeitet ab heute auf meinem Super-Spar-Konto irgendwo auf der Welt für mich. Ich hoffe nur, davon werden keine Waffen gekauft, die dann wieder gewinnbringend exportiert werden…mit denen dann wiederum irgendwo auf der Welt sinnlos Menschen niedergemäht werden. Man liest ja schließlich so viel Schlimmes.
Ein lästiger Behördengang steht noch an. „Die Kollegin ist noch im Gespräch!“…dumm nur, dass ich gar niemanden sehe und das, bevor ich eintrete, auch niemand das Büro der „Kollegin“ verlassen hat. TELEFONATE...Wohl Kaffeepause morgens um neun. Nach fünfzehn Minuten darf ich eintreten. Die Flure sind lang, eng und an den Wänden hängen nur wenige grau-in-grau-gemalte Bilder. TRISTESSE…Ich beginne zu verstehen, was Kafka meinte…so eine Behörde ist ein dumpf-monotones Etwas. Die Menschen auf den Fluren wuseln herum, wirken dabei aber platziert und irgendwie in die Szenerie hineinkonstruiert. Auch ich schwebe irgendwie unwirklich über den mehlig-weißen Laminatboden hinein in das, immerhin farbenfroh gestaltete, Büro. Später endlich wieder draußen...der Regen hat nachgelassen, die Sonne zeigt sich langsam. Den großen Büro-Beton-Komplex lasse ich rasch hinter mir. Die konstruiert anmutende Realität beginnt langsam zu verschwimmen.
bflo - 30. Jun, 12:49
