Blick in die Zukunft
Sonntag, 11. Mai, München
Heute musste ich feststellen, dass mich das frühe Ausscheiden bei Jörg Pilawa dann doch länger gefuchst hat, als erwartet. Ich wäre eben zu gerne nach Hamburg gefahren.
Zudem ist ja Muttertag, ein idealer Tag also um nachzudenken und den eigenen Standpunkt zu bestimmen. Bei uns wird dieser Tag gar nicht so wahnsinnig gefeiert. Es ist nichts Besonderes mehr, sagt auch meine Mutter. Immerhin ist herrliches Wetter. Ich sehne mich wieder nach der Stadt, ihren Menschen, ganz einfach nach Ungarn. In zwei Tagen hat Jana Geburtstag, über einen Monat bin ich jetzt weg. Ich hätte zu gerne noch mit ihr in Budapest gefeiert. Wieder einmal habe ich das Gefühl, dass ich in die Stadt zurück muss, und zwar so schnell wie möglich. Hier in München ist im Moment alles irgendwie zerfahren, plattgetreten und festgelaufen. Zudem lässt mich dieser Traum nicht mehr los, all diese Menschen ohne Gesichter. Er war schaurig, irgendwie erschreckend, aber er hat mir gezeigt, dass etwas passieren muss. Aber was? Meine Situation verändert sich nicht, indem ich sie aufschreibe. Der isolierte Prozess kann nur aktiv gestört und unterbrochen werden. Ich muss gewisse Parameter verändern. Den letzten Satz denke ich erst, als ich mit einem Becher Bier in der Hand im „Substanz“ stehe. Der zweite Sonntag im Monat bedeutet Poetry-Slam.
Auch sie wirkt heute schrecklich kalt…ich dachte, wir würden uns gut verstehen. Es könnte daran liegen, dass ihre Freunde alle dabei sind. Ich begrüße sie zögern, hatte schon so eine Vorahnung, da sie meine SMS nicht beantwortet hat. Sie erschrickt, wie wenn ich ein Fremder wäre. Wir wechseln nur wenige Worte…es ist laut, aber daran liegt es nicht. Eine peinliche Pause entsteht, als ich merke, dass sie nicht weiterreden will (das erkenne ich sofort). Die Distanz zwischen uns wächst und erst am Mittwoch werde ich die Gelegenheit haben im natürlichen Sonnenlicht mit ihr darüber zu reden. Es wird kein Vergessen der Situation geben, denn ich muss wissen, wo ich stehe…definitiv. Zu Hause werfe ich mich in Klamotten aufs Bett und höre „Weekend“ von Earth & Fire…Melancholie.
Heute musste ich feststellen, dass mich das frühe Ausscheiden bei Jörg Pilawa dann doch länger gefuchst hat, als erwartet. Ich wäre eben zu gerne nach Hamburg gefahren.
Zudem ist ja Muttertag, ein idealer Tag also um nachzudenken und den eigenen Standpunkt zu bestimmen. Bei uns wird dieser Tag gar nicht so wahnsinnig gefeiert. Es ist nichts Besonderes mehr, sagt auch meine Mutter. Immerhin ist herrliches Wetter. Ich sehne mich wieder nach der Stadt, ihren Menschen, ganz einfach nach Ungarn. In zwei Tagen hat Jana Geburtstag, über einen Monat bin ich jetzt weg. Ich hätte zu gerne noch mit ihr in Budapest gefeiert. Wieder einmal habe ich das Gefühl, dass ich in die Stadt zurück muss, und zwar so schnell wie möglich. Hier in München ist im Moment alles irgendwie zerfahren, plattgetreten und festgelaufen. Zudem lässt mich dieser Traum nicht mehr los, all diese Menschen ohne Gesichter. Er war schaurig, irgendwie erschreckend, aber er hat mir gezeigt, dass etwas passieren muss. Aber was? Meine Situation verändert sich nicht, indem ich sie aufschreibe. Der isolierte Prozess kann nur aktiv gestört und unterbrochen werden. Ich muss gewisse Parameter verändern. Den letzten Satz denke ich erst, als ich mit einem Becher Bier in der Hand im „Substanz“ stehe. Der zweite Sonntag im Monat bedeutet Poetry-Slam.
Auch sie wirkt heute schrecklich kalt…ich dachte, wir würden uns gut verstehen. Es könnte daran liegen, dass ihre Freunde alle dabei sind. Ich begrüße sie zögern, hatte schon so eine Vorahnung, da sie meine SMS nicht beantwortet hat. Sie erschrickt, wie wenn ich ein Fremder wäre. Wir wechseln nur wenige Worte…es ist laut, aber daran liegt es nicht. Eine peinliche Pause entsteht, als ich merke, dass sie nicht weiterreden will (das erkenne ich sofort). Die Distanz zwischen uns wächst und erst am Mittwoch werde ich die Gelegenheit haben im natürlichen Sonnenlicht mit ihr darüber zu reden. Es wird kein Vergessen der Situation geben, denn ich muss wissen, wo ich stehe…definitiv. Zu Hause werfe ich mich in Klamotten aufs Bett und höre „Weekend“ von Earth & Fire…Melancholie.
bflo - 13. Mai, 16:44
