Unauslöschbar

Mittwoch, 09. April, Budapest

Der letzte Morgen kommt früh…Zeit des Aufbruchs. Ich verlasse die Stadt wieder heimwärts gen München. Die Sonne scheint, ein schöner Tag kündigt sich an. Jochens Freundin kommt zu Besuch. Sie und ein Bekannter haben Weißwürste, ein Fass Weißbier, Senf und Brezen nach Budapest gekarrt.
Der spanische Mitbewohner will auch probieren…verdrückt insgesamt dann sogar vier Würste.
Der Zug fährt los, lässt die Stadt hinter sich und verlässt das Land. Was bleibt?
Es sind die Erinnerungen, die ich in meinem Kopf und in meinem Herzen mit nach Hause nehmen werde. Viel bleibt, worüber ich nachdenken muss…auch hier.
Wir hinterlassen Spuren von uns, wo wir auch sind. Auch von mir bleibt etwas in Budapest, etwas, das bleibt, dessen ich mir zuerst nicht voll bewusst bin. Nicht materiell, nicht substanziell, aber in der Erinnerung habe ich etwas hinterlassen.
Und das wird nicht so leicht zu löschen sein, wie die Spuren im Sand, ehe die herannahende Brandung alles vernichtet.
In der Erinnerung mancher werde auch ich als Subjekt bleiben.

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