Der Exorzist
Montag, 26. Mai, München
Sonntagvormittag habe ich mich entspannt und ferngesehen. Es kann ein absoluter Genuss sein, die Seele baumeln zu lassen. Wild zappe ich durch die Programme, um schließlich bei einer langweilig anmutenden Reportage über Autos hängen zu bleiben. Eigentlich geht es dabei gar nicht primär um Autos, sondern eher um Männer und ihr Autowaschverhalten. In dem fünfminütigen Beitrag darf ich dann wahrhaft Besessene erleben. Besessen von der Macht der Autowäsche. Für die Kamera öffnet einer davon seinen Kofferraum und was dem Zuschauer da entgegen springt ist ein Putzmittelarsenal, womit man bei jeder Raumpflegerin dieser Welt mächtig Eindruck schinden könnte. Für jedes Teil am Auto ein anderes Reinigungsmittel…unglaublich. Ein anderer Typ kurbelt sein Fenster runter und demonstriert der Kamera, wie er mit einer Zahnbürste den Dichtungsgummi des Fensters reinigt. Ich sitze einfach nur da und bekomme den Mund kaum mehr zu. Mit einer anderen Zahnbürste pflegt er im Anschluss noch ordentlich die Felgen. Mehrmals die Woche geht es zur Autowäsche, auch am Sonntag. Wo bitte steht geschrieben: „Am siebten Tag sollst du Wagen waschen!“? Die Freundin von dem Kerl, sie sieht gut aus, steht daneben und sagt, dass sie die Marotten ihres Freundes akzeptiert, auch wenn sie sich oft vernachlässigt fühlt. Brave new world. Ich kann nur den Kopf schütteln und mir meinen Teil denken.
Dieter Nuhr hat einmal gesagt, dass Ferrari-Fahrer bei 200 Km/h nicht an ihre Erektionsstörungen denken müssen und darum so heftig aufs Gas treten.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
Sonntagvormittag habe ich mich entspannt und ferngesehen. Es kann ein absoluter Genuss sein, die Seele baumeln zu lassen. Wild zappe ich durch die Programme, um schließlich bei einer langweilig anmutenden Reportage über Autos hängen zu bleiben. Eigentlich geht es dabei gar nicht primär um Autos, sondern eher um Männer und ihr Autowaschverhalten. In dem fünfminütigen Beitrag darf ich dann wahrhaft Besessene erleben. Besessen von der Macht der Autowäsche. Für die Kamera öffnet einer davon seinen Kofferraum und was dem Zuschauer da entgegen springt ist ein Putzmittelarsenal, womit man bei jeder Raumpflegerin dieser Welt mächtig Eindruck schinden könnte. Für jedes Teil am Auto ein anderes Reinigungsmittel…unglaublich. Ein anderer Typ kurbelt sein Fenster runter und demonstriert der Kamera, wie er mit einer Zahnbürste den Dichtungsgummi des Fensters reinigt. Ich sitze einfach nur da und bekomme den Mund kaum mehr zu. Mit einer anderen Zahnbürste pflegt er im Anschluss noch ordentlich die Felgen. Mehrmals die Woche geht es zur Autowäsche, auch am Sonntag. Wo bitte steht geschrieben: „Am siebten Tag sollst du Wagen waschen!“? Die Freundin von dem Kerl, sie sieht gut aus, steht daneben und sagt, dass sie die Marotten ihres Freundes akzeptiert, auch wenn sie sich oft vernachlässigt fühlt. Brave new world. Ich kann nur den Kopf schütteln und mir meinen Teil denken.
Dieter Nuhr hat einmal gesagt, dass Ferrari-Fahrer bei 200 Km/h nicht an ihre Erektionsstörungen denken müssen und darum so heftig aufs Gas treten.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
bflo - 27. Mai, 19:01
